Wegen Hoch Erika: Unfaire Temperaturverteilung in Deutschland

Heute liegen viele Orte im Norden und Osten im Dauerfrost mit Höchstwerten um -2 Grad. Dagegen erreichen die Temperaturen im Süden und Westen meist 2-3 Grad – am Oberrhein sind sogar 6 Grad möglich. Der Auslöser für diese ungerechte Temperaturverteilung ist unter anderem das Hochdruckgebiet „Erika“ über Skandinavien, das weiterhin kalte Kontinentalluft in den Osten von Deutschland transportiert. Durch den eisigen Ostwind fühlen sich die Temperaturen deutlich kälter an. Die gefühlte Temperatur (auch Windchill genannt) liegt dort in großen Teilen bei -10 Grad. Der Westen kommt noch am besten weg, denn hier liegt noch etwas mildere Luft mit Temperaturen über 0 Grad.

An der Elbe trennen sich die Luftmassen

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Temperaturvorhersage (Tmax) für Donnerstag, 9.2.2017 © Meteogroup

In den kommenden Tagen schwächt sich das Hochdruckgebiet über Skandinavien etwas ab und die milderen Südwestwinde gewinnen langsam die Überhand. Dadurch wird die kalte Kontinentalluft etwa bis zur Elbe abgedrängt. Somit klettern die Temperaturen auch über der Mitte auf +2 Grad. Dagegen liegen die Temperaturen östlich der Elbe weiterhin um den Gefrierpunkt. 

Am Wochenende fast 10 Grad im Südwesten

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Temperaturvorhersage (Tmax) für Samstag, 11.2.2017 © Meteogroup

Auch am Wochenende bleibt der Temperaturkontrast weiterhin bestehen. Am Niederrhein steigen die Temperaturen durch das weitere Heranführen milderer Luft auf 8 Grad. In Brandenburg dominiert der kalte Ostwind, wodurch Dauerfrost in dieser Region ein Thema bleibt. Erst am Sonntag können sich auch hier Temperaturen über 0 Grad einstellen. Im äußersten Südwesten sind sogar 9 Grad möglich.

Wie es weitergeht, lesen Sie bitte im Wettertrend.

Sebastian Keßler / wetter.de