Wegen Corona: Dackel Balu hängt in Mexiko fest - seit vier Monaten

Corona verhindert Ausreise

Seit vier Monaten wartet Sigrid Arteaga darauf, ihren Dackel wiederzusehen. Denn als Deutschland im März Reisewarnungen ausspricht, hängen beide plötzlich in ihrer Zweitheimat Mexiko fest. Nach zwei Wochen kann Frauchen endlich ausreisen, doch Balu muss bleiben. Jetzt gibt es endlich Hoffnung - dank einer Online-Kampagne. Wie sie Balu wieder nach Hause bringen will, erzählt Sigrid Arteaga im Video. 

Frauchen: "Das war herzbrechend"

Wenn es an der Tür klingelt, springt Balu auf und rennt zur Tür. Doch dort ist niemand. Denn die Tür ist 10.000 Kilometer entfernt, das Klingeln hört die Hundedame nur über Facetime. Es ist die einzige Möglichkeit für Sigrid Arteaga, den Dackelblick ihres 7-jährigen Hundes zu sehen.

Balu ist Sigrids wichtigster Lebensinhalt. Sogar ein gemaltes Portrait von ihm hängt in ihrer Wohnung. Ihn zurückzulassen fiel ihr schwer: „Das war schon sehr herzbrechend für mich“, sagt Sigrid Arteaga. Balu lebt zurzeit bei ihren Eltern in Mexiko-Stadt. Doch die sind über 70 und gehören zur Risikogruppe. 

„Wenn du schon zwei Eltern hast, die das Haus nicht verlassen und du hast einen Dackel da, der sich ständig bewegt und egal wie süß er ist, er braucht Bewegung! Sie gehen mit ihm raus, aber das ist für sie auch immer ein Risiko“, sagt die Deutsch-Mexikanerin. 

Hoffnung nach Spendenaktion

Den Hund nach Deutschland zu bringen ist deshalb auch keine Option. Auch sonst kann Balu wegen der Einschränkungen niemand nach Hause holen. Die einzige Möglichkeit: Den Dackel über den sogenannten „Petair“-Service mit einem Frachtflieger transportieren. Doch den teuren Transport kann sich Sigrid Arteaga nicht leisten – sie arbeitet Corona bedingt in Kurzarbeit. In ihrer Not startet sie eine Spendenaktion. Mit Erfolg! Innerhalb von 10 Tagen hat sie das Geld zusammen. Und damit die Hoffnung, mit ihrem Hund endlich wieder vereint zu sein.