Wassernotstand auf Mallorca: Spanische Insel trocknet immer weiter aus

Wasser wird langsam auf Malle knapp

Die Wasserknappheit auf Mallorca bereitet den Behörden der spanischen Urlaubsinsel immer mehr Sorgen. Weil es im Winter kaum geregnet hat, sind die Wasserreserven auf Mallorca auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren gesunken. In Bergdörfern wurde der Wasserverbrauch bereits eingeschränkt. In den Touristenhochburgen ist die Lage noch im grünen Bereich - doch manch einer blickt bereits mit Sorge auf Ende August.

Die Insel Mallorca trocknet aus
Wasser kommt imnmer mehr aus Lastwagen

„Die Situation wird schlimmer“, sagte die Leiterin des balearischen Wasserwirtschaftsamts, Joana Maria Garau am Wochenende. Die Landesregierung hatte zuvor wegen der Trockenheit im Inneren der Insel Alarm geschlagen.

Garau hofft auf Hilfe vom Himmel. „Wenn es nicht regnet, wird der Pegel in den Grundwasservorkommen weiter sinken“. Sie wies darauf hin, dass die Balearen noch nicht über einen Dürreplan verfügen. Dieser werde derzeit noch erarbeitet. Der angesehene Geografie-Professor Cels García fordert, man müsse dem Wasserkonsum Grenzen setzen. Die Wasserpolitik der Balearen sei „dieselbe wie vor 20 Jahren“, als es deutlich weniger Touristen gab, klagte er im Interview.

Auf Mallorca allerdings ist das Problem nicht neu. Schon im Jahr 2000 litt die Balearen-Insel unter Wassermangel. Doch nicht nur Einheimische und der gesamte Tourismus gehen zu lax mit der Ressource um, sondern auch die Landwirtschaft. Viele Bauern bewässern ihre Felder mit Rohrsystemen, die veraltet und undicht sind. Und nach Zahlen der Landesregierung kommen aufgrund von Lecks inselweit 26 Prozent des Wassers nicht an. Wassermangel ist also nicht nur einfach ein Phänomen des Klimawandels.