Was ist ein Taifun?

Wetterlexikon: Taifun
Der Taifun ist ein tropischer Wirbelsturm im Nordwestpazifik © dpa, A9999 Meteomedia

Tropischer Wirbelsturm im Nordwestpazifik

Ein Taifun ist ein tropischer Wirbelsturm in der Nordwestpazifik-Region.

Die Geburtsstätte der Taifune liegt oft im- bzw. rings um das Gebiet der Karolinen-Inseln, wo sich innerhalb von relativ stark ausgeprägten ITCZ-Abschnitten (Inner-Tropische Konvergenz-Zone) aus gewaltigen Gewitterwolkenansammlungen tropische Wellen bilden können. Diese werden zumeist mit der Urpassatströmung nach Westen geführt und intensivieren sich dabei unter Verwirbelung.

Taifune stellen eine große Gefahr für die Schifffahrt auf dem NW-Pazifik und seiner Randmeere (Wellenhöhen über 10 m) dar. Wenn ein Taifun in voller Stärke die Küste eines der Anrainerstaaten des NW-Pazifiks erreicht und ins Hinterland weiterzieht, bestehen auch große Gefahren für die Bevölkerung des betroffenen Landes, z.B. durch Orkanschäden, Überschwemmungen und Erdrutsche.

Tropische Wirbelstürme können eine Ausdehnung von einigen hundert Kilometern erreichen. Der stärkste Typ, der Tropische Orkan, zeichnet sich meist durch die Ausbildung einer zentralen Wolkenöffnung, das Auge, aus, wo weitgehend störungsfreies Wetter vorherrscht.

Quelle: DWD