Was Hobbygärtner für Bienen tun können

Biene auf einer Blüte
Bienen brauchen Blüten, an deren Nektar sie gut herankommen. Foto: Andrea Warnecke © deutsche presse agentur

Ist Ihr Garten bienenfreundlich?

Bienen - aber auch viele andere Insekten - haben es inzwischen schwer. Insektizide und Krankheiten setzen den Völkern zu, aber in vielen Gärten finden sich auch Pflanzen, die ihnen weder Nahrung noch Unterschlupf bieten. Die pflegeleichten, mit Steinen ausgelegten Vorgärten sind kein Lebensraum für Bienen. Mit ein paar kleinen Tricks können Sie Ihren Garten oder Balkon schon jetzt zu einem Wohlfühlort für die nützlichen Bienen machen.

Apfelbäume werden gerne von Honig- und Wildbienen sowie Hummeln angesteuert

Diese Pflanzen bieten sich für Bienen im Garten an: 

Man spricht hier von Bienenweiden oder Bienennährgehölzen - unter diesen Bezeichnungen finden sich oft entsprechende Pflanzen im Handel.  Viele Händler kennzeichnen Pflanzen auch mit Bienen-Symbolen.

Ganz konkret bieten sich zum Beispiel unter den Bäumen der Feldahorn, die Linde, die Kastanie oder die Stieleiche an, erläutert der Bund deutscher Baumschulen. 

Aber auch Apfelbäume werden von Honig- und Wildbienen sowie Hummeln gerne angesteuert.

Vergissmeinnicht oder Lavendel - das mögen Bienen

Biene im Garten
Bienen mögen Vergissmeinnicht, Maiglöckchen, Ziermohn oder Sonnenhut. Das schöne: Diese Pflanzen sind nicht nur bienenfreundlich, sondern auch wirklich hübsch im Garten. © dpa, Stephanie Pilick

Welche Beete sollte ich anlegen?

Die Bandbreite ist groß - viele Zwiebelblumen, Bodendecker und Stauden bieten Bienen Nahrung. Der Deutsche Imkerbund zählt folgende auf:

  • Schneeglöckchen
  • Krokus 
  • Leberblümchen
  •  Gänsekresse
  •  Lungenkraut
  •  Silberwurz
  • Steinkraut
  • Vergissmeinnicht
  •  Maiglöckchen
  •  Goldnessel
  •  Fetthenne
  •  Ziermohn
  • Kugeldistel
  • Sonnenhut
  • Lavendel
  •  Beinwell.

Wer Kletterpflanzen sucht, sollte zu diesen greifen: 

  • Wilder Wein
  • Klematis
  • Efeu

Und unter den Blühpflanzen gehören die beliebten Malven, Sonnenblumen und etwa Herbstanemone dazu.

Verzichten Sie auf Pestizide in Ihrem Garten

So können Sie Ihren Balkon bienenfreundlich gestalten:

Neben vielen Beetpflanzen, die sich auch im Topf ziehen lassen, kann schon ein kleiner Kräutergarten auf dem Balkon Bienen fördern. Der Deutsche Imkerbund rät zu Thymian, Ysop, Schnittlauch, Salbei, Weinraute, Zitronenmelisse und Bärlauch. Die Tierschutzorganisation Peta empfiehlt auf größeren Balkonen, auch Wildblumenmischung auszusäen, die es im Fachhandel gibt. Sie sind ein Landeplatz für Insekten - ein hübscher dazu.

So erkennen Sie bienenfreundliche Pflanzen:

Es sind oftmals nicht die prächtigsten Blüten. Denn die Insekten können nicht immer bis in ihr Innerstes und bis zum Nektar vordringen, wenn die Blütenblätter besonders dicht sind - man spricht dann von gefüllten Blüten. Daher rät der Verband Wohneigentum, lieber zu einfach blühende Pflanzen zu greifen. Auch sollten Sie auf sterile Blüten verzichten - dazu gehören etwa Forsythien, Hortensien und Geranien. All diese hochgezüchtete Pflanzenformen produzieren keine oder weniger Pollen und Nektar, erklären die Experten. Die einfach blühenden Wildformen, die es von vielen Pflanzenarten im Handel gibt, sind für die Insekten wesentlich wertvoller.

Das können Sie als Hobbygärtner sonst noch tun:

Auf Pestizide verzichten. Peta rät außerdem dazu, auf natürliche Dünger zurückzugreifen. Insektenhotels, die wie kleine Setzkästen aussehen, bieten Unterschlupf und Nisthilfe für viele Tiere, darunter Wildbienen.


Quelle: DPA; RTL.de