Was heißt eigentlich Wachstumswetter? Wir brauchen Sonnenbrille UND Regenjacke

Schneerekorde, jetzt kommt Wachstumswetter
Schneerekorde, jetzt kommt Wachstumswetter Das Winter-Comeback 01:39

Ein unsexy Wort - aber enorm wichtig

Wachstumswetter. Das hört man ja immer wieder, wenn man sich Wetterberichte im Frühling ansieht – sei es im Fernsehen oder online. Das Wort Wachstumswetter hört sich jetzt erst einmal nicht sonderlich sexy an, aber tatsächlich ist dieses Wetter im Frühjahr enorm wichtig. 2018 gab es viel zu wenig vom Wachstumswetter, es fehlten die Niederschläge, die Folge waren die krassen Ernteausfälle im Herbst.

Schauer und Sonne im Wechsel

Wenn Sonne und Regen sich abwechseln, frohlocken die Bauern und die Hobbygärtner. Wenn es dazu noch Temperaturen von etwa 15 Grad gibt, dann sprießt es auf den Äckern und in den Gärten. In den kommenden Tagen dürfen wir in vielen Regionen mit diesem klassischen Wachstumswetter rechnen.

Es gibt also Schauer UND Sonne. Oder, wenn wir es mal für die Nicht-Bauern formulieren: Wenn wir rausgehen, sollten wir die Sonnenbrille UND die Regenjacke dabei haben. So sind beispielsweise für Donnerstag im Süden auch ergiebige Regenfälle berechnet, dennoch kann die Sonne bis zu 7 Stunden scheinen. Es wird also einzelne kräftige Schauer geben und dazwischen immer wieder größere Wolkenlücken.

Immerhin etwas Niederschläge für den trockenen Nordosten

Über den Feldern nahe der sächsischen Stadt Großenhain ist am Samstag (03.05.2008) ein doppelter Regenbogen zu sehen. Auch für die kommenden Tage ist ein Mix von Sonne und einzelnen Schauer angesagt. Weitere Regenbögen sind also möglich. Foto: Matthi
Doppelter Regenbogen nahe Großenhain. © dpa, Z1006 Matthias Hiekel

Leider wird uns dieses Wetter nicht bundesweit beschert und es sind einmal mehr die Bundesländer, die schon lange unter der andauernden Trockenheit leiden, die auch diesmal nicht viel von dem Regen abbekommen. Für Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg ist auch für die kommenden Tage nicht sonderlich viel Niederschlag berechnet. Das meiste kommt einmal mehr im Süden, Südwesten und Westen runter.

Aber immerhin gibt es überhaupt mal etwas Regen für die gebeutelte Region. Und im Wechsel mit der Sonne werden Gras und Getreide ordentlich wachsen. Aus kleinen Tomaten- und Gurkenpflänzchen werden innerhalb von wenigen Tagen stattliche Pflanzen.  

Für die Hobbygärtner heißt das: Rasenmähen ist angesagt, aber nicht, wenn das Gras noch klatschnass ist.

Um die Bewässerung der Gärten müssen sich die Kleingärtner erstmal nicht kümmern. Das spart Zeit und Wassergeld. Und bei langsam steigenden Temperaturen und weiterhin einigermaßen hoher Schauerintensität kann man dann wahrlich dem Gras (und natürlich den Tomaten und dem Salat) beim Wachsen zuschauen.

Übrigens: Wachstumswetter ist auch super, um wunderschöne Regenbögen zu produzieren.