Das leichtere Einschenken ist nicht der Grund

Warum haben Wein- und Sektflaschen einen gewölbten Boden?

Mann schenkt Frau ein Glas Rotwein ein
Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, warum der Boden von Weinflaschen gewölbt ist? © iStockphoto, istock

Warum sehen Weinflaschen anders aus als andere?

Ist Ihnen auch schon einmal aufgefallen, dass sich die Form von Glasflaschen je nach Inhalt unterscheidet? So ist der Boden bei Wasser- oder Saftflaschen in der Regel flach, während er bei Wein- oder Sektflaschen gewölbt ist. Was steckt dahinter?

Es kursieren viele verschiedene Erklärungsversuche

Wer bei einem Gläschen Wein mit Freunden schon mal darüber nachgedacht hat, warum der Boden von Weinflaschen eigentlich gewölbt ist, wird vermutlich schon die unterschiedlichsten Erklärungen gehört haben: So glauben viele, dass der Boden von Wein-, aber auch von Sektflaschen nur deshalb gewölbt ist, damit das Einschenken des Weines besser klappt. Andere sind fest davon überzeugt, dass die Delle im Flaschenboden nur über eine geringere Füllmenge hinwegtäuschen soll. Doch auch das ist nicht die richtige Erklärung für die Mulde im Flaschenboden.

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Kohlendioxid sorgt für starken Druck in der Flasche

Vielmehr ist der Flascheninhalt der Grund dafür, dass manche Flaschenböden gewölbt sind und andere nicht. Schaumwein, aber auch Sekt enthalten Kohlendioxid, weshalb sie so angenehm prickeln. Das Kohlendioxid sorgt allerdings auch für einen großen Druck in der Flasche, dem normalerweise direkt der Boden nachgeben würde. 

Dadurch, dass der Boden nach innen gewölbt ist, ist er nicht nur stabiler, sondern er sorgt auch dafür, dass der Druck gleichmäßig auf die Flaschenwand verteilt wird.  

Warum sind auch die Weinflaschenböden gewölbt?

So weit, so gut. Aber das erklärt noch immer nicht, warum auch Wein in Flaschen mit gewölbtem Boden abgefüllt wird. Schließlich enthält Wein kein Kohlendioxid. Aber auch Weinflaschen müssen kurzzeitig einem hohen Druck standhalten. Nämlich dann, wenn Sie mit einem Korken verschlossen wird.

Der Korken wird nämlich mit knapp 4 km/h in den Flaschenhals gepresst. Damit muss der Boden einer Weinflasche doppelt so viel Druck wie ein Autoreifen standhalten. Wäre der Boden glatt, würde er durch den immensen Druck ausgeschlagen werden. Außerdem gewinnt die Flasche durch den Boden Stabilität und steht fester auf glattem Untergrund.

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