Hat sich das Tier verschwommen?

Walross aus der Arktis an der Küste von Wales gesichtet

Dieses von der Royal Society for the Prevention of Cruelty to Animals ((RSPCA) zur Verfügung gestellte undatierte Foto zeigt ein arktisches Walrosses, das vor der Küste von Pembrokeshire gesichtet wurde.
Walross aus der Arktis an der Küste von Wales gesichtet © dpa, RSPCA, nwi

Futter womöglich der Grund für die weite Reise

An der Küste der britischen Provinz Wales ist am Wochenende ein Walross aus der Arktis aufgetaucht. „Das ist ein unglaublich seltener Anblick, diese riesigen, schönen Tiere kommen normalerweise nicht so weit in den Süden“, sagte Ellie West von der Tierschutzorganisation RSPCA.

Vor einigen Tagen hatten bereits Spaziergänger an der irischen Westküste im County Kerry ein Walross auf einem Felsbrocken beobachtet. Biologen gehen davon aus, dass es sich um das gleiche Tier handelt - womöglich auf einer Eisscholle angeschwemmt. „Vermutlich hat sich das junge Walross auf Reisen begeben, um Futter zu suchen“, mutmaßte West. Die Organisation hatte das Tier untersucht - bis auf einige Kratzer soll es gesund, wenn auch leicht untergewichtig sein.

Walrosse können 30 Minuten lang tauchen

Das Walross (wissenschaftlich auch Odobenus rosmarus genannt) ist eine Robbenart, die in den kalten Meeren der Nordhalbkugel vorkommt. Das auffälligste Merkmal des Walrosses sind die zu langen Stoßzähnen ausgebildeten oberen Eckzähne, die auch als Hauer bezeichnet werden. Sie sind bei beiden Geschlechtern vorhanden, bei den Männchen aber in der Regel länger, stämmiger, von eckigerem Querschnitt und auch geradliniger, während die Stoßzähne der Weibchen meist im Querschnitt rund sind und eine stärkere Krümmung aufweisen. Im Schnitt werden sie 50 Zentimeter lang, in Ausnahmen werden Rekordlängen von 1 Meter beobachtet.

Walrosse ernähren sich unter Wasser und können bis zu 30 Minuten lang tauchen. Sie fangen gelegentlich Fische, leben aber vorwiegend von Muscheln, Schnecken, Krebstieren wie Garnelen und Krabben, Tintenfischen Manteltieren und Würmern.

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