Blutige Tradition

Warum das grausame Wal-Schlachten ein Ende haben muss

Wale sind wahre CO2-Killer

Wale sind immense CO2-Speicher. Sie ernähren sich nämlich von Krill, die wiederum gerne Phytoplankton, das größtenteils aus Kieselalgen besteht, verspeisen. Wie alle Pflanzen speichern auch Kieselalgen CO2. Die Algen brauchen zum Wachsen die Ausscheidungen der Wale. Je mehr Wale, desto mehr Kieselalgen und Krill. Bernd Fuchs erläutert im Video die spannenden Zusammenhänge und zeigt, wie viel CO2 genau so ein Wal speichern kann.

Das Krill-Paradoxon: Weniger Wale, weniger Krill

Mehr Wale, mehr Krill. Das ist prima fürs Klima.
So winzig ist der antarktische Krill, den Wale zum Fressen gern haben. © picture alliance / blickwinkel/K. Wothe, K. Wothe

Eine aktuelle Studie, die im Fachmagazin Nature veröffentlicht wurde, hat die Fressgewohnheiten der Blauwale untersucht. Dass sich Wale hauptsächlich von Krill, das sind Mini-mini-Garnelen, ernähren, ist bekannt. Die Forscher wollten aber wissen, wie viel sie fressen. Nebenbei lösten sie das rätselhafte Krill-Paradoxon.

Zwischen 1900 und 1970 wurde ungebremst Jagd auf Wale gemacht. Unzählige der großen Meerestiere wurden getötet. Gut für die potenziellen Opfer, den Krill, sollte man meinen. Schließlich wurde die Bedrohung, gefressen zu werden, kleiner. Überraschenderweise nahm aber auch die Menge von Krill ab. Das ist das Krill-Paradoxon.

Wale und Krill: Wenn der Mensch in der Nahrungskette rumpfuscht

Wale und Krill sind gut fürs Klima.
Krille sind in riesigen Schwärmen unterwegs - ein gefundenes Fressen für einen Wal. © picture alliance / Everett Collection, ©Walt Disney Co./Courtesy Everett Collection

Wale haben einen riesigen Appetit. Die Forschungen ergaben, dass beispielsweise ein ausgewachsener Blauwal bis zu 16 Tonnen Krill am Tag frisst. Das ist so viel wie ein Lkw wiegt und dreimal so viel wie vorher gedacht.

Weil unterschätzt wurde, wie viel so ein Wal frisst, wurde auch unterschätzt, wie wichtig die Tiere für die Unterwasserwelt sind. Die Exkremente der Wale sind eine bedeutende Nährstoffquelle für die Ozeane. Sie enthalten viel Eisen, was das Wachstum von Phytoplankton befördert. Und auf dem Speiseplan von Krill steht wiederum Phytoplankton. Je mehr die Wale fressen, umso mehr Exkremente entstehen und umso mehr Nahrung steht für Krill zur Verfügung.

Das Paradoxon ist gelöst: Je mehr Wale getötet wurden, umso weniger Nahrung gab es für Krill und folglich auch weniger Krill selbst.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemenhaben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legenkönnen wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

Damit Sie auch unterwegs kein Wetter mehr verpassen, empfehlen wir unsere wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte.

Wüstenstaat Deutschland - Die Doku im Online Stream bei RTL+

(ctr)