Videoaufnahmen zeigen das verzweifelte Tier

Katze nach Vulkanausbruch auf La Palma von Lava eingeschlossen

Tiere auf Palma fliehen vor der glühenden Hitze

Und immer noch ist kein Ende in Sicht! Der Vulkanausbruch in der Cumbre Vieja (zu deutsch: alter Berggipfel) vor drei Wochen hat die kanarische Insel La Palma hart getroffen – und hält die 85.000 Bewohner weiter in Atem. Die mehr als 1.000 Grad heiße Lava zerstört immer wieder neue Flächen. Doch nicht nur der Mensch muss sich in Sicherheit bringen. Vor allem Tiere sind dem Hitzetod meist schutzlos ausgeliefert. Darauf machen spanische Tierschützer jetzt aufmerksam.

La Palma: Kommt jetzt Hilfe aus der Luft?

Konkret sorgen sich die Tierschützer der spanischen Tierschutzorganisation „Leales“ um eine Katze. Bei Twitter teilen sie ihren Hilfeaufruf mit. Das arme Tier scheint in einem leeren, rundum von Lava umgebenen Wasserbassin eingeschlossen zu sein. Auf den Videoaufnahmen einer Drohe ist zu sehen, wie die Katze in dem Bassin herum rennt. Die Tierschützer von „Leales“ fordern deshalb via Twitter dazu auf, die Katze aus der Luft mit einer Drohne mit Nahrung zu versorgen, bis sich der Vulkan wieder beruhigt habe.

Aufruf wirkt: Operation zur Rettung von Tieren aus der Luft "ist vorbereitet"

Und tatsächlich wirkt der Aufruf: Wie lokale Medien (Zeitung „Canarias7“) berichten, sei die Operation „bereits vorbereitet“. Demnach solle eine Drohe der spanischen Armee (Unidad Militar de Emergencia) der von der Lava eingeschlossenen Katze Wasser und Nahrung bringen.

Und nicht nur das: Sergio García Torres, Generaldirektor von „Derechos Animales“, einer spanischen Tierrechtsorganisation, berichtet, dass die Einsatzkräfte nur darauf warten, einen sicheren Moment zu finden, um die Drohnen zu weiteren hilfsbedürftigen Tieren zu steuern.

Erster Vulkanausbruch seit 50 Jahren

Der Vulkan im Süden der Insel La Palma, die bei Touristen bisher weniger bekannt war als andere Kanareninseln wie Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria oder Lanzarote, brach am 19. September erstmals seit 50 Jahren wieder aus. Die Lava hat seither nach amtlichen Angaben mehr als 1.000 Gebäude zerstört. Rund 6.000 Menschen wurden in Sicherheit gebracht, aber niemand kam zu Schaden. Wie lange der Vulkan aktiv bleiben würde, konnten Experten nicht sagen. Es könne Monate dauern, hieß es. (dpa/kra)