Vulkan Mayon auf den Philippinen treibt 74.000 Menschen in die Flucht

Der Vulkan Mayon brodelt

Nach tagelangem Brodeln und Lavaströmen hat der philippinische Vulkan Mayon am Montag eine riesige Aschewolke in den Himmel geschleudert. Die örtlichen Behörden hoben daraufhin das Warnniveau um den 2.463 Meter hohen Berg wieder an, sie befürchten einen massiven Ausbruch. Mehr als 74.000 Menschen mussten bereits ihre Häuser in der Gegend verlassen. Bisher wurde aber niemand verletzt.

Warnstufe 4: In den nächsten Tagen könnte der Vulkan ausbrechen

Der Mayon stieß zudem zwei Lavafontänen aus, die vor der Dämmerung 500 und 200 Meter hoch in den Nachthimmel schossen, wie das Vulkan- und Erdbebeninstitut der Philippinen mitteilte. Die Aschewolke erreichte demnach eine Höhe von zehn Kilometern. Die nun ausgerufene Warnstufe 4 bedeutet, dass "eine gefährliche Eruption innerhalb von Tagen bevorstehen kann". Der Sperrbereich wurde auf einen Radius von acht Kilometern um den Gipfel ausgeweitet. Im Umfeld lebende Menschen wurden aufgerufen, wegen der Asche Gesichtsmasken zu tragen.

Da der Lavastrom ruhig floss, wurde in der letzten Woche den bereits evakuierten Menschen erlaubt, in ihre Häuser zurückzukehren. Dies hat sich nach der Aschewolke als Irrtum herausgestellt. 

Vulkan Mayon ist nicht zu unterschätzen

Seit 1616 ist der Mayon rund 50 Mal ausgebrochen. 1814 starben bei der bisher verheerendsten Eruption mehr als 1.200 Menschen, ein Dorf wurde unter Magma begraben. Bei einem weiteren Ausbruch 1993 kamen 79 Menschen ums Leben.