Vorsicht Glätte: Jetzt kommt der Schnee bis ins Flachland

Erst Schneefall, später Regen - das bedeutet Glätte

Wer am Freitag eine Fahrt ins Wochenende plant, der sollte so früh los wie möglich - oder vielleicht erst am Samstag fahren. Denn es zieht in der Nacht auf Freitag von Nordwesten her ein Tief durch, das zunächst Schneefall bringt, der später in Regen übergeht. Was das heißt, ist klar: Glatteis auf den Straßen, widrige Bedingungen, möglicherweise Schnee. Je weiter das Tief Richtung Mitte Deutschlands zieht, umso eher geht der Schnee in Regen über. 

Am Sonntag neuer Regen mit Sturm von Nordwesten - weitere Niederschläge in den Alpen

Starker Schneefall in München, Trotz hohem Schnne fährt hier ein Mensch mit dem Fahrrad. Weiterhin schneit es in München. Viele Straßen sind komplett weiß. München Bayern Deutschland Schwabing *** Heavy snowfall in Munich In spite of high snowfall, a
So viel Schnee gibt es auch in München nicht jeden Winter. © imago/Alexander Pohl, Alexander Pohl, imago stock&people

Im höheren Bergland, also im Sauerland und den hessischen Mittelgebirgen gehen die Niederschläge ausschließlich als Schnee nieder. Das heißt, es kommen dort gut und gerne zehn Zentimeter Neuschnee zusammen. Auf exponierten Gipfeln der Mittelgebirge sind zudem Sturmböen wahrscheinlich.

Bis zum Mittag erreicht das Schnee- und Regenband Hessen, die Pfalz, Nordbayern, Thüringen und später die Lausitz – dahinter geht das Ganze schnell in Regen oder Sprühregen über, der in höheren Lagen wie Eifel, Sauerland und Harz gefrieren kann. Die Glättegefahr bleibt somit groß.

Gegen Freitagabend kann die Nässe überfrieren, dann wird es wirklich gefährlich glatt und zwar überall. Das Tief zieht weiter Richtung Südosten und erreicht spätestens am Samstag, wahrscheinlich aber schon am Freitagabend den Alpenraum. An den Alpen kommen dann wieder unwetterartige Neuschneemengen von 30 bis 60 Zentimeter zusammen.

Am Sonntag wärmer mit Regen und viel Wind

Und es wird nicht besser: Am Sonntag kommt schon das nächste Regengebiet von der Nordsee ins Land. Das bringt stürmischen Wind und orkanartige Böen an der See mit sich. Immerhin wird es wärmer, das heißt, es wird wohl kein neues Verkehrschaos im Flach- und Tiefland geben. Die Schneefallgrenze steigt auf etwa 1.000 Meter. In den Alpen kommen aber weiterhin markante Neuschneemengen zusammen, die die aktuelle Gefahrensituation weiter verschärfen. 

Durch die ansteigenden Temperaturen und das damit verbundene Tauwetter in den Mittelgebirgen und dem Alpenvorland steigt die Gefahr von Hochwasser.