Notfall-Liste des Bundesamtes für Katastrophenschutz

Vorrat ja, Hamstern nein: Welche Lebensmittel Sie immer da haben sollten

Hamstern ist gar nicht notwendig

Zum zweiten Mal in der Corona-Krise droht uns ein Lockdown. Die Infektionszahlen steigen rasant und die Regierung berät darüber, mit welchen Maßnahmen wir die Ausbreitung verlangsamen können, um erneut dafür zu sorgen, dass das Gesundheitssystem nicht zusammenbricht. Bei vielen Menschen macht sich daher wieder Hilflosigkeit breit – und auf diese reagieren viele mit Hamsterkäufen. Dabei hat sich bereits im Frühjahr gezeigt, dass Hamstern gar nicht notwendig ist – der Einzelhandel soll laut dem aktuellen Beschlusspapier von Kanzlerin Merkel offen bleiben. Und wenn jeder nur soviel kauft, wie er braucht, bleiben auch die Regale voll. Aber wie viel brauchen wir denn eigentlich?

Christoph Unger, der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, rät, dass wir Vorräte für etwa 10 Tage zu Hause haben sollten. Im Video erklärt er, welche Lebensmittel sich besonders eignen. Wir geben Ihnen zudem eine praktische Liste an die Hand, was Sie in Sachen Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Co. für jedwede Notsituation brauchen.

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Was tue ich im Notfall?

"Wir raten der Bevölkerung grundsätzlich, dass sie sich auf Krisen und Katastrophen vorbereiten soll. Dazu gehört auch das Anlegen eines Notvorrats", so Unger. Empfohlen wird dabei ein Vorrat, der für zehn Tage ausreicht: "Wichtig ist, dass alle Menschen sich darüber Gedanken machen und zumindest für ein paar Tage Vorräte haben - am besten wäre natürlich ein Zeitraum von zehn Tagen."

Drogerieprodukte, Medikamente & Co.

Drogerieprodukte:

Medizinische Versorgung:

  • Verbandskasten* 🛒
  • Wichtige, vom Arzt verschriebene Medikamente
  • Fieberthermometer* 🛒
  • Schmerz- und fiebersenkende Medikamente
  • Mittel gegen Durchfall, Übelkeit und Erbrechen

Sonstiges:

Diese Lebensmittel sollten Sie vorrätig haben

In dieser Übersicht finden Sie ein Beispiel für einen 10-tägigen Grundvorrat an Getränken und Lebensmitteln für eine Person. Dieser entspricht etwa 2.200 Kilokalorien pro Tag und deckt somit im Regelfall den Gesamtenergiebedarf ab: 

  • 20 Liter Wasser (oder Sie trinken einfach Leitungswasser)
  • 3,5 Kilogramm Getreide, Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln und Reis (insgesamt)
  • 2,5 Kilogramm Obst (in Dosen oder Gläsern) und Nüsse 
  • 4 Kilogramm Hülsenfrüchte und Gemüse (in Dosen oder Gläsern)
  • 2,6 Kilogramm Milch und Milchprodukte
  • 1,5 Kilogramm Fisch, Fleisch und Eier beziehungsweise Volleipulver (Eier sind begrenzt, Volleipulver mehrere Jahre haltbar)
  • 0,4 Kilogramm Fette und Öle
  • Lebensmittel, die nicht erhitzt oder gekocht werden müssen (Zucker, Honig, Schokolade, Mehl, Instantbrühe, Hartkekse, Salzstangen) - Menge nach Belieben

Im Video: Darum infizieren sich mehr Männer als Frauen mit dem Coronavirus

So gehen Sie jetzt am besten vor

Weiterhin rät Christoph Unger, der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe: "Man sollte den Empfehlungen des RKIs zum persönlichen Verhalten folgen und sich beispielsweise die Hände waschen und desinfizieren, Menschen nicht anhusten und so weiter. Und, ganz wichtig: Nicht in Panik verfallen!"

Weiter rät Unger: "Der Staat wird den Menschen immer helfen, es kann nur in manchen Situationen etwas länger dauern. Deshalb sollte sich in Krisensituationen wie der Ausbreitung des Coronavirus der Mensch auch um sich selbst kümmern können. Und auch Nachbarn oder Freunden helfen können. Deshalb raten wir zur Selbsthilfe und zum Selbstschutz. So oder so muss aber niemand davor Angst haben, zuhause nicht versorgt zu werden. Wir sind auf Extremsituationen vorbereitet."

Video-Playlist: Alles, was Sie über das Coronavirus wissen müssen

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