Vorboten des Frühlings: Die Kraniche kehren zurück

Kraniche sind die Vorboten des Frühlings
Kraniche gehören zu den Vorboten des Frühlings. © Zentralbild, Z1022 Patrick Pleul

Wieder im Land: Kraniche, Stare & Co.

In der Vogelwelt stehen die Zeichen auf Frühling: Eines der ersten Anzeichen hierzulande: der große Zug der Kraniche. Er findet meist in der ersten Märzhälfte statt, berichtet der Naturschutzbund Nabu in Düsseldorf.

Die Kraniche verbringen die Wintermonate überwiegend im sonnigen Spanien oder in Frankreich und fliegen in großen, imposanten Schwärmen über Deutschland zurück zu Brutplätzen in Finnland und Schweden. Über Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen bis nach Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind die beeindruckenden Formationen zu beobachten.

Auch andere Zugvögel kommen derzeit wieder, wie etwa Bachstelze und Singdrossel. Diese beiden Arten sowie Star, Zilpzalp und Hausrotschwanz versuchen nach Beobachtung der Nabu-Fachleute, inzwischen öfter hierzulande zu überwintern. Die milden Winter machen’s möglich.

Die ersten Störche sind ebenfalls schon viel früher als sonst am Niederrhein zurück. Im Kreis Wesel warten auf zwei Nestern männliche Störche auf die Storchendamen, wie der Leiter der Biologischen Station Wesel, Johann Mooij, sagte: „Das ist extrem früh, weil wir keinen richtigen Winter haben.“ In früheren Jahren seien die ersten Störche im März zurückgekommen. Weil die Winter aber nicht mehr so kalt seien, würden viele Störche erst gar nicht mehr nach Afrika fliegen, sondern in Spanien überwintern. Dann sind sie auch wieder schneller zurück.

Man kann die Anzeichen des Frühlings aber nicht nur sehen, sondern auch hören: Mit den länger werdenden Tagen fangen die Vögel früh an zu singen und lassen sich auch von kalten Temperaturen nicht abhalten. „Der Hauptfaktor ist Licht“, sagt Bernd Jellinghaus, der Ornithologe des Nabu in Nordrhein-Westfalen.

Die letzten Rückkehrer am Himmel sind übrigens die Mauersegler, sie fliegen um den 1. Mai ein.