Viele Flugausfälle wegen Warnstreiks bei Lufthansa-Töchter

Flugzeuge stehen auf dem Rollfeld des Flughafens Berlin-Tegel.
Warnstreik der Flugbegleiter in Berlin. © dpa, Christophe Gateau, cgt kde

Streiks bis um Mitternacht verlängert

Die Kabinengewerkschaft Ufo hatte am frühen Morgen den Warnstreik der Flugbegleiter der Lufthansa-Töchter Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und Sunexpress an mehreren deutschen Flughäfen von ursprünglich sechs auf 19 Stunden bis Mitternacht verlängert.

An mehreren Airports fallen Flüge aus


  • Flughafen Hamburg: Am frühen Morgen waren laut Flugplan insgesamt zwölf Abflüge und zwölf Ankünfte der Fluggesellschaft Eurowings gestrichen worden, darunter Flüge nach Neapel, Salzburg und Köln/Bonn.
  • Flughafen München: „Ungefähr zehn Verbindungen sind annulliert“, sagte ein Sprecher des Airports am frühen Morgen. „Das trifft zum Beispiel einen Eurowings-Flug nach Berlin.“ Größere Auswirkungen auf den Betrieb habe der Warnstreik bisher nicht. Das könnte sich im Laufe des Sonntages aber noch ändern.
  • Flughafen Berlin-Tegel: 15 geplante Abflüge der Airline Eurowings sind ausgefallen, sagte eine Sprecherin der Berliner Flughäfen. „Im Moment ist die Hälfte der Abflüge (der Airline) betroffen. Außerdem fielen sieben geplante Ankünfte von Eurowings aus.
  • Im Südwesten seien sieben Abflüge und sieben Ankünfte der Airline Eurowings gestrichen worden, sagte eine Sprecherin des Stuttgarter Flughafens am Sonntagmorgen. Über den Tag hinweg sind in Stuttgart demnach rund 50 Flüge von Eurowings geplant. Am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden waren laut Webseite eine Ankunft und ein Abflug betroffen.
  • Flughafen Frankfurt/Main: Lufthansa-Sprecher Jörg Waber sagte, vor allem bei der Konzerntochter Lufthansa Cityline seien hier „vereinzelt Flüge annulliert worden“. Genaue Zahlen nannte er nicht. Auch Ufo-Vize Daniel Flohr sprach von „ersten Flugausfällen“.

Auf den gesamten Sonntag bezogen lasse sich noch nichts Genaues sagen. „Lufthansa kann auch kurzzeitig andere Airlines einsetzen“, erklärte Flohr. Ob auch Ihr Flug betroffen ist, erfahren Sie unter der Hotline der jeweiligen Airline. 

Streit zwischen Ufo und Lufthansa-Konzern

Das Unternehmen erkennt den Ufo-Vorstand nach erheblichen Führungsquerelen nicht mehr als vertretungsberechtigt an und will der Gewerkschaft gerichtlich die Tariffähigkeit absprechen lassen. Der langjährige Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies wurde sogar aus dem Lufthansa-Dienst entlassen. Die Ufo-Streiks bewertet Lufthansa in dieser Logik als rechtswidrig und hat Teilnehmern mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen gedroht.