Viel Wind um nichts? So finden Sie den passenden Ventilator

Kind vor Ventilator
An heißen Tagen ist ein Ventilator eine Wohltat © iStockphoto, C.Y.Ronnie.W

Angesagte Ventilatoren im Überblick

Ventilatoren sorgen an heißen Sommertagen für Abkühlung. Doch viele Geräte von Herstellern wie Dyson, Suntec & Co. können noch mehr: Einige filtern Partikel, andere befeuchten die Luft und sollen sie dabei sogar reinigen. Manche heizen sogar Räume auf. Sogar Mini-Klimawürfel zu coolen Preisen gibt es inzwischen. Da fällt der Durchblick schwer. Hier gibt's eine Übersicht – und empfehlenswerte Modelle. 

Ventilator-Kauf: Kühlen, reinigen und/oder heizen?

So funktioniert der Kühleffekt
Wenn im Frühsommer die Temperaturen ansteigen, freuen sich alle, die einen Ventilator* besitzen. Natürlich senken die Ventilatoren – anders als Klimaanlagen – nicht die Raumtemperatur, der Effekt ist aber vergleichbar: Der kühle Luftzug sorgt für ein Gefühl von frischer Luft auf der Haut. Der Luftstrom führt dazu, dass der Schweiß auf der Haut schneller verdunstet und die Körperwärme besser abgeführt wird. 

Ventilator-Kauf: Die Qual der Wahl
Im Handel findet sich eine breite Auswahl an Geräten – je nach Einsatzbereich wählen Sie zwischen Tisch-, Stand- oder Turmventilatoren. Jede Bauart hat ihre Vor- und Nachteile. So ist ein Tischventilator in der Regel im Vergleich zu Turmventilatoren sehr kompakt und oft günstig, dafür jedoch hält sich die Leistung beziehungsweise die Reichweite des Luftstroms in Grenzen. Ein großes Wohnzimmer lässt sich damit beispielsweise zumeist nicht „durchwedeln”. Wem Platz selbst für ein kleines Gerät fehlt, der fährt womöglich mit einem Deckenventilator am besten.

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Neben Geräten mit klassischer Bauweise – samt breiten Rotorblättern – kommen vermehrt flügellose Modelle auf den Markt. Auch der Haushaltsgerätehersteller Dyson setzt auf dieses Prinzip. Die meisten dieser Modelle ziehen die Luft über ein im Sockel verbautes Gebläserad an und pressen sie durch ein Oval oder einen Ring in den Raum. Vorteil: Der Luftstrom ist gleichmäßig. Zudem sorgt die Bauart für mehr Sicherheit zum Beispiel für Kleinkinder, die ein größeres Risiko haben, sich zu verletzen, wenn sie in den laufenden Rotor eines herkömmlichen Luftumwälzers fassen.  

Ventilator-Kauf: Was bedeutet oszillierend?
Wer nach einem Ventilator sucht, stößt schnell auf den Begriff "Oszillation". Der stammt aus dem Lateinischen. „Oscillare” bedeutet "schwingen", "schaukeln" oder "schwanken". Das beschreibt sehr gut die Funktion: Oszillierende Ventilatoren* drehen sich auf Wunsch automatisch von einer Seite zur anderen – typischerweise liegt der Winkel zwischen 90 und 180 Grad. Dadurch deckt der Luftstrom einen vergleichsweise großen Bereich eines Raumes ab. 

Ventilator-Kauf: Ein Segen für Allergiker – und Frostbeulen?
Ventilatoren* wedeln inzwischen nicht mehr nur Luft zu. Einige Geräte verfügen beispielsweise über eine optionale Luftbefeuchter-Funktion. Die soll unter anderem dafür sorgen, dass Staub und Schadstoffe aus der Luft im Wasser gebunden werden. Modelle, die mithilfe eines HEPA-Filters (HEPA = High Efficiency Particulate Air filter) Allergene und Schadstoffe aus der Luft sieben sollen, versprechen einen Nutzen für Allergiker.

Auch ein anderes Leiden gehen Hersteller von Ventilatoren mit Gerätekombinationen vermehrt an: Wer schnell und häufig fröstelt, dem helfen womöglich spezielle Heizlüfter. Oft sind das Kombigeräte, die im Sommer für einen kühlen Luftstrom sorgen und die Räume an kälteren Tagen gleichmäßig sowie schnell aufheizen. Es gibt also jede Menge Geräte in zahlreichen Varianten am Markt. Welche sind empfehlenswert? Hier eine Auswahl.

Tischventilator: Dyson AM06

Tischventilator Dyson AM06
Gut und teuer: der Tischventilator Dyson AM06 © Dyson

Beim Dyson AM06* verzichtet der Hersteller auf Rotorblätter und setzt auf ein flügelloses Bauprinzip. Mit Erfolg: Im Tischventilatoren-Vergleichstest von “Haus & Garten Test” (September 2018) beispielsweise fiel der AM06 besonders positiv bei der Verarbeitung, der Handhabung und der Funktionalität auf und wurde damit Testsieger. Der Dyson-Tischventilator erzeugt einen Luftzug. Für Komfort sorgt die beiliegende Fernbedienung, mit der sich beispielsweise ein Timer stellen oder die Intensität des Lüfters in zehn Stufen regeln lässt. Die optische Gestaltung des Ventilators ist außergewöhnlich – der Preis allerdings auch: Satte 300 Euro legen Sie für das Gerät auf den Tisch. 

​Selbstdrehender (oszillierender) Tischventilator

  • Kabellänge: 2 Meter
  • Höhe: circa 55 Zentimeter
  • Maximaler Luftdurchsatz: 370 Liter pro Sekunde
  • Neigungswinkel verstellbar
  • Preis: circa 300 Euro

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Turmventilator: Dyson AM07

Turmventilator Dyson AM07
Schickes Design: der Turmventilator Dyson AM07 © Dyson

Auch der Dyson AM07* konnte ein Team von Testern überzeugen: Im Schweizer Konsumentenmagazin „Saldo“ – vergleichbar mit „Stiftung Warentest“ – erreichte der Turmventilator 2016 als einziges Modell im Testfeld die Bestnote „sehr gut”. Der Grund: Die Tester fanden den vom Gerät erzeugten Wind am an­genehmsten auf der Haut. Der flügellose Ventilator verteilt den Luftstrom gleichmäßig – die Stärke lässt sich dabei in zehn Stufen regeln. Die beiliegende Fernbedienung erlaubt zahlreiche Einstellungen. Man kann mit ihr einen Timer stellen oder den Drehmodus aktivieren. Dank einer magnetischen Rückseite lässt sich die kleine Steuereinheit an der Ventilatoroberseite befestigen. So kommt die Fernbedienung nicht so schnell abhanden. Eine Steuerung über eine App ist nicht möglich. Angesichts des stolzen Preises von 330 Euro wäre dies schön gewesen. Was womöglich auch nicht jeder mag: Die Verarbeitung ist an sich zwar gut, das Gerät besteht jedoch größtenteils aus Plastik.

  • Selbstdrehender (oszillierender) Turmventilator
  • Kabellänge: 2 Meter
  • Maximaler Luftdurchsatz: 500 Liter pro Sekunde
  • Höhe: circa 1 Meter
  • Neigungswinkel verstellbar
  • Preis: circa 330 Euro

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Ventilator für Allergiker: Dyson Pure Cool Link Tower

Dyson Pure Cool Link Tower
Ein Versprechen an Allergiker: Der HEPA-Filter des Dyson Pure Cool Link Tower soll die Luft reinigen © Dyson

Der im Dyson Pure Cool Link Tower* verbaute HEPA-Filter siebt unter anderem mit seinen Glasfasern ultrafeine Partikel aus der Luft – laut Hersteller soll er 99,95 Prozent der Allergene und Schadstoffe bis zu einer Größe von 0,3 Mikron entfernen. Auch als herkömmlicher Ventilator macht das lüfterlose Gerät eine gute Figur: In der Praxis überzeugt er – wie seine Geschwister vom gleichen Hersteller – mit einem Luftzug, der sich gleichmäßig im Raum verteilt und sich in zehn Stufen regeln lässt. Allerdings ist die die Stärke des Luftstroms schwächer als beim AM07. Dafür verfügt das Gerät über Sensoren, die die Raumtemperatur, die Luftqualität sowie die Luftfeuchtigkeit messen – im Automatik-Modus kontrolliert das Gerät sogar die Qualität der Innenraumluft und passt den Luftstrom entsprechend auf Wunsch selbsttätig an. Auswertungen über Temperatur- und Luftkennzahlen erhalten Nutzer via Smartphone-App, worüber sich der Ventilator auch steuern lässt. Wer die Handy-Anbindung scheut: Die Fernbedienung mit Magnetrücken, wie wir sie weiter oben beim AM07 beschrieben haben, liegt ebenfalls bei. Weniger überzeugend fällt die Verarbeitung aus: Der aus Plastik gebaute Dyson Pure Cool Link Tower wirkt bei Berührung etwas wackelig. Bei einem Preis von 400 Euro darf man durchaus mehr erwarten.

  • Selbstdrehender (oszillierender) Turmventilator
  • Kabellänge: 2 Meter
  • Maximaler Luftdurchsatz: 414 Liter pro Sekunde
  • Höhe: circa 1 Meter
  • HEPA-Filter für Allergiker
  • App-Steuerung
  • Preis: circa 400 Euro

🛒 Zum Angebot bei Saturn: Dyson Pure Cool Link Tower*

Ein Tipp für kälteempfindliche Menschen: Der Dyson Pure Hot + Cool Link bietet prinzipiell dieselben Features wie der Dyson Pure Cool Link – Kühlen und Reinigen. Er heizt optional jedoch auf Wunsch die Luft auch auf. Doch der Preis ist ebenso heiß: Circa 600 Euro legen Sie für das Gerät auf den Tisch. Im Vergleich zum Schwestermodell bläst der „Aufheizer” zudem weniger stark aus dem Gehäuse (maximaler Luftdurchsatz: 290 Liter pro Sekunde) und mit 1,8 Metern fällt das Kabel minimal kürzer aus. 

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Der Allrounder: Suntec 14024 CoolBreeze 3500 Monsun vario

Suntec 14024 CoolBreeze 3500 Monsun vario
Das untere Standfußteil des Suntec 14024 CoolBreeze 3500 Monsun vario lässt sich abnehmen – so verwandeln Sie das Gerät in einen Tischventilator © Suntec

Tisch- und Standventilator sowie Luftbefeuchter in einem: Der Suntec 14024 CoolBreeze 3500 Monsun vario vereint drei Geräte – und das „sehr gut”, wie „Haus & Garten Test” (Ausgabe 04/2019) urteilte. Vor allem in den Disziplinen Verarbeitung, Sicherheit und Handhabung überzeugte das Gerät im Test. Mit vier Geschwindigkeitsstufen lässt sich der Luftzug an den individuellen Geschmack anpassen. Allergiker dürften sich über die Luftbefeuchter-Funktion freuen – die soll Staub und Schadstoffe aus der Luft im Wasser binden. Praktisch: Das untere Standfußteil nehmen Sie auf Wunsch ab, sodass sich das Gerät als Tischventilator einsetzen lässt. Weniger gut: Das Gerät soll einen vergleichsweise großen Stromhunger haben.

  • Selbstdrehende (oszillierende) Turm-/Tischventilator-Kombination
  • Kabellänge: 1,5 Meter
  • Fernbedienung im Lieferumfang
  • Höhe: circa 1 Meter
  • Luftbefeuchter-Funktion für Allergiker
  • Preis: circa 220 Euro

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Preis-Leistungs-Tipp: Interior TF35

Interior TF35
Nicht ganz so schick wie die Dyson-Ventilatoren, dafür aber ebenfalls gut – und vergleichsweise günstig: der Interior TF35 © Interior

100 Euro und mehr für einen guten Ventilator? Das muss nicht sein! Der Interior TF35 ist ohne Zweifel kein so großer Hingucker wie etwa die Design-Ikonen von Dyson. Dafür ist das Gerät um ein Vielfaches günstiger – und lieferte im Test von “Haus & Garten Test” (Juli 2019) eine gute Leistung ab. Selbst in der niedrigsten der drei Geschwindigkeitsstufen kommt der Luftstrom auf größeren Distanzen von circa sechs Metern kühlend auf der Haut an. Zudem fällt das Betriebsgeräusch sogar in der höchsten Geschwindigkeitsstufe vergleichsweise leise aus (57 dBA). 

  • Selbstdrehender (oszillierender) Turmventilator
  • Drei Geschwindigkeitsstufen
  • Kabellänge: 1,5 Meter
  • Höhe: 78 Zentimeter
  • Preis: circa 50 Euro

🛒 Zum Angebot bei Ebay: Interior TF35*

Arctic Air: Was bringt die Tisch-Klimaanlage?

Arctic Air
Keine echte Klimaanlage: der Arctic Air © Mediashop

Die Preise für ordentliche Klimaanlagen* starten bei 1.000 Euro. Da überrascht der Kurs, zu dem im Netz der Kühlwürfel Arctic Air angeboten wird: Die kleine Tisch-Klimaanlage gibt es für 40 Euro. Wobei Klimaanlage eigentlich der falsche Begriff ist – der Arctic Air funktioniert anders: Das Maschinchen jagt Luft durch einen angefeuchteten Filter. Dabei verdunstet Wasser – das erzeugt Kälte. In der Theorie jedenfalls. Betrachtet man die Kundenbewertungen bei Amazon etwa, lässt sich daran im Fall des Arctic Air jedoch durchaus zweifeln – circa ein Drittel der Bewerter vergaben die schlechteste Note, einen Stern. Im Schnitt kommt der Kasten auf 3,1 von fünf Sternen. Viele Nutzer spüren durchaus einen Effekt, allerdings nur auf kurze Distanz. Einen ganzen Raum kühlt das Gerät nicht herunter. Zudem klagen viele Besitzer über eine schlechte Verarbeitungsqualität und einen hohen Geräuschpegel. Wer dennoch zuschlägt, sollte wissen: Ein regelmäßiger Austausch des Filters ist Pflicht – ansonsten bildet sich Schimmel. Denn Staubpartikel aus der Luft bleiben im feuchten Sieb hängen. Das Fazit: Ein nasses Handtuch vor einen handelsüblichen 30-Euro-Ventilator zu hängen, bringt mindestens denselben Effekt – und spart Geld. 

  • Drei Geschwindigkeits- und Kühlstufen
  • Abmessungen: 26x20x20 Zentimeter
  • Betrieb über USB-Verbindung
  • Preis: circa 40 Euro

🛒 Zum Angebot bei Amazon: Arctic Air*

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