Diese Regeln gelten in Ihrem Bundesland!

3G, 2G oder sogar Lockdown?

Überblick bei Corona-Regeln verloren? Das bedeuten 3G, 2G und 2G-Plus
Irgendwas mit G: Bei vielen Menschen ist die Verwirrung ob der neuen Corona-Regeln mittlerweile perfekt. Denn jedes Bundesland hat eigene Regelungen. © imago/Christian Ohde, SpotOn

Jedes Bundesland macht's anders

Geimpft oder Genesen? Getestet oder sogar gar nichts? Oder das Ganze noch mit dem Zusatz „plus“? Nach den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz sollte es eigentlich einheitlichere Maßnahmen für Alle geben, doch trotzdem gibt es auch jetzt wieder den „Flickenteppich“ an Maßnahmen und Coronaregelungen in den einzelnen Bundesländern.

Wir haben die einzelnen Regelungen, die jetzt in den Bundesländer gelten, einmal zusammengefasst. Hier ein Überblick.

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Baden-Württemberg

Ungeimpfte Menschen in Baden-Württemberg werden ab Mittwoch von der Teilnahme am öffentlichen Leben weitgehend ausgeschlossen. Die Landesregierung verkündete am Dienstagabend in Stuttgart die neue Corona-Verordnung. Danach wird die neue Alarmstufe II mit weiteren Beschränkungen ausgelöst, weil der Grenzwert von 450 Covid-19-Fällen auf Intensivstationen zum zweiten Mal in dieser Woche überschritten wurde. Von diesem Mittwoch an gilt bei Veranstaltungen und in Bars sowie Clubs 2G plus. Damit haben nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt, die zusätzlich einen Test vorweisen können. Zudem gibt es in Hotspot-Regionen Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte.

Schulkinder müssen in der Klasse ab sofort wieder Maske tragen.

Lese-Tipp: RTL/ntv-Trendbarometer: Bevölkerung will schärfere Corona-Regeln als die Politik!

Bayern

Mit dem Stufenkonzept „Bremsen, Blocken, Boostern“ will Bayern die hohen Inzidenzen aufhalten. Demnach soll es auch einen Lockdown für Ungeimpfte geben. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder begründete das: „Es tut mir Leid, aber das ist die einzige Möglichkeit, die wir jetzt haben.“ Zudem sollen Diskos, Clubs und Bars geschlossen werden und auch für die Gastronomie gibt es eine Sperrstunde von 22 Uhr.

Neben einem weiten 2G-Konzept, sollen auch 2G+-Regelungen in Kraft treten. Weihnachtsmärkte sind für ganz Bayern abgesagt worden.

In Hotspots mit hohen Inzidenzen soll es sogar zu einem Lockdown für Alle kommen.

Anders als zunächst geplant dürfen aber Friseure nun doch offen bleiben. Schulen und Kitas bleiben ebenfalls bayernweit geöffnet. Gleiches gilt für den Handel - allerdings mit Beschränkungen: eine Person auf zehn Quadratmeter und in 1.000er-Hotspots eine Person auf 20 Quadratmeter. Die Zustimmung des Landtags steht noch aus.

Berlin

Ebenfalls am Dienstag hat der Berliner Senat über weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie beraten. Seit Montag vergangener Woche gilt in der Hauptstadt, dass nur noch Geimpfte und Genesene (2G), aber nicht Getestete (3G) Zutritt zu Restaurants, Kinos, Theatern oder Museen haben. Ab Samstag gilt das auch für den Einzelhandel. Für die Grundversorgung, also zum Beispiel Supermärkte, Drogerien oder Apotheken, sollen Ausnahmen gelten.

In einigen weiteren Bereichen soll ab Samstag 2G+ gelten, beispielsweise in Gastronomie, für körpernahe Dienstleistungen und Veranstaltungen.

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein greift seit Montag in Teilen des öffentlichen Lebens das 2G-Modell. Anders ist es im beruflichen Kontext. In Innenbereichen sind Menschen ohne Covid-19-Schutzimpfung von weiten Teilen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen. Das Grundprinzip lautet: Bei Freizeitveranstaltungen gilt drinnen 2G (geimpft, genesen), für berufliche Veranstaltungen und für Jugendliche 3G (geimpft, genesen oder getestet). Am Samstag hatte die Landesregierung die bis 15. Dezember geltende neue Corona-Verordnung des Landes beschlossen.

Thüringen

Angesichts der angespannten Corona-Lage in Thüringen hat das Kabinett weitreichende Einschränkungen des öffentlichen Lebens beschlossen. Clubs, Bars und Diskotheken sollen demnach geschlossen werden, Weihnachtsmärkte werden verboten und in der Gastronomie soll eine Sperrstunde um 22 Uhr gelten, wie Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner am Dienstag in Erfurt bekannt gab. Auch Schwimmhallen, Freizeitbäder, Saunen und Thermen müssen schließen. Ausnahmen gibt es für den Schulsport.

Außerdem gilt ab Mittwoch in sehr vielen Bereichen des öffentlichen Lebens eine 2G-Regelung. Für Ungeimpfte zudem eine nächtliche Ausgangssperre und Kontaktbeschränkungen.(dpa/khe)

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