UV-Belastung - hier sind Sie besonders gefährdet

UV-Index
Mit UV-Strahlung ist nicht zu spaßen. Jetzt ist sie besonders intensiv.

UV-Strahlung sehr hoch +++ Hautkrebsgefahr +++ Zwischen 11 und 15 Uhr nicht ins Freie

Der grenzenlose Sonnenschein von Hoch „Yvonne“ treibt den UV-Index in gefährliche Höhen. Für die gesamte Südhälfte besteht eine amtliche Warnung vor erhöhter UV-Intensität. Das bedeutet: Besondere Schutzmaßnahmen sind erforderlich, um die Gesundheit nichts aufs Spiel zu setzen. Das Hautkrebsrisiko ist groß! Auch in den anderen Landesteilen. Aufenthalte im Freien sind besonders zwischen 11 und 15 Uhr riskant.

UV-Index 8 und höher

UV-Index
Der UV-Index beschreibt den am Boden erwarteten Tagesspitzenwert der UV-Strahlung. Die Skala ist nach oben offen. © rtl.de

Als ob die derzeitige Hitze für den Körper nicht schon belastend genug wäre, kommt die UV-Strahlung als zusätzliches Gesundheitsrisiko hinzu. Für die Südhälfte Deutschlands besteht eine amtliche Warnung vor erhöhter UV-Intensität. „Die UV-Strahlung erreicht ungewohnt hohe Werte. Schutzmaßnahmen sind unbedingt erforderlich“, heißt es beim Deutschen Wetterdienst. Hier liegt der UV-Index über 8. Aber auch in den übrigen Landesteilen ist der UV-Index hoch. In der zweiten Wochenhälfte werden sich auch die letzten Wölkchen im Nordosten auflösen und die UV-Strahlen nicht mehr aufhalten. Je höher der UV-Index ist, desto höher ist die UV-Bestrahlungsstärke, desto schneller kann bei ungeschützter Haut ein Sonnenbrand auftreten.

Wo ist es am gefährlichsten?

Sonnenbrand: Vorsicht am Fenster
Sonnenbrand: Vorsicht am Fenster UV-Strahlung ist in der Höhe enorm 02:32

Beste Bedingungen für intensive UV-Strahlung

Die Stärke der UV-Strahlung ist abhängig von...

  • Jahreszeit
  • Tageszeit
  • Breitengrad
  • Höhe des Ortes
  • Wolkenbedeckung
  • Albedo der Umgebung

Was heißt das? Wegen des höheren Stands der Sonne ist die UV-Strahlung im Sommer am intensivsten, im Winter am niedrigsten. Entsprechend gilt das für Mittagszeit verglichen mit den Früh- und Morgenstunden. Die UV-Strahlung ist am Äquator am höchsten und steigt mit der Höhe: Die UV-Strahlung nimmt um ca. 10 Prozent pro 1000 Höhenmeter zu. Eine dicke Wolkenschicht durchdringt die UV-Strahlung kaum, wolkenloser Himmel öffnet ihr Tür und Tor. Wasser, Schnee und auch Sand (am Strand) haben zudem eine hohe Albedo, eine hohe Reflexionsstrahlung und verstärken die UV-Strahlung auf diese Weise. Schatten dagegen verringert sie.

Die UV-Index-Warnkarte für 15 Tage

Darum ist die UV-Belastung so hoch

„Der Sonnenstand ist derzeit noch sehr hoch, den höchsten Stand erreichte die Sonne am kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni. Das ist erst einen Monat her. Es gibt keine Wolken, die Luft ist klar und die Strahlung kann somit fast ungehindert auf die Erde treffen", sagt unser Meteorologe Björn Alexander.

Warum sind UV-Strahlen gefährlich?

Eine Frau im Bikini liegt am Strand der Ostsee in Timmendorfer Strand und liest ein Buch im Juli 2012.  Foto: Wolfram Steinberg | Verwendung weltweit
Sonnenbaden ist okay, wenn auf ausreichend Sonnenschutz geachtet wird. Die Gefahr von langfristigen Schäden bleibt trotzdem. © picture alliance / Wolfram Stein, Wolfram Steinberg, wst sv

Mit ca. 95 Prozent macht die UV-A-Strahlung den größten Teil der ultravioletten Strahlung aus. Die Strahlen des UV-A-Lichts gelangen bis in die tieferen Hautschichten unseres Körpers. Die UV-B-Strahlen sind die sanftere Variante. Sie verhelfen zu einer anhaltenden Bräunung, die sich aber langsamer als bei der UV-A-Strahlung aufbaut. Die Strahlen dringen in die Oberhaut ein. Hierdurch wird das Pigment Melanin gebildet, welches die Hautbräunung hervorruft. Zusätzlich wird eine Schutzschicht, die sogenannte Lichtschwiele aufgebaut. Ein Sonnenbrand kann trotzdem entstehen, wenn die Haut nicht durch genügend Sonnenschutzmittel geschützt wird. Als Spätfolge übermäßiger UV-B-Bestrahlung kann ebenfalls Hautkrebs auftreten.

Die UV-Strahlung kann vor allem Augen und Haut schädigen - kurz- und langfristig. Sonnenbrand und Bindehautentzündung gehen zwar wieder vorüber, aber langfristig können eben Grauer Star und Hautkrebs entstehen. Aber so weit muss es ja gar nicht kommen: So geht cleverer UV-Schutz!