Drama im US-Bundestaat Kalifornien

Riesiger Waldbrand nach Pyro-Technik auf Baby-Party - Feuerwehrmann stirbt

Flammende Fackeln fürs Baby

Seit Wochen sind die Waldbrände in Kalifornien kaum in den Griff zu bekommen. Laut dem Wald- und Feuerschutz „CAL Fire“ wurden noch am 18. September 28 Wildfeuer in dem Bundesstaat bekämpft. Doch trotz des bekannten Risikos lud eine Familie vor einer Woche zu einer Baby-Party ein und entzündete zur Feier des Tages eine Art Pyro-Technik, die einen verheerenden Waldbrand im El Dorado County auslöste. Ein Feuerwehrmann starb im Einsatz gegen die Flammen, das Feuer selbst brennt noch immer. 

Fast 9.000 Hektar niedergebrannt

Bei der Feier soll es sich um eine sogenannte „Gender-Reveal-Party“ gehandelt haben, bei der Familien das Geschlecht ihres Babys verkünden. Bereits mehrmals wurde für diesen Anlass zu übertriebenen Mitteln gegriffen – dieses Mal soll laut CNN eine rauchentwickelnde Art von Pyro-Technik benutzt worden sein. Auf den Partys würde oft blauer oder pinkfarbener Qualm oder auch Pulver benutzt, um den Gästen das Geschlecht des Kindes klar zu machen. Dass das aber oft keine gute Idee ist, wird von den Familien offenbar ignoriert. Der Waldbrand zerstörte bereits etwa 9.000 Hektar Waldfläche – 66 Prozent des Brandes konnten die Einsatzkräfte bisher eindämmen. Insgesamt werden in Kalifornien noch 28 Wildfeuer bekämpft. Über 18.500 Feuerwehrmänner und -frauen sind im Einsatz.

Tödliche Unfälle durch Baby-Partys

Ähnliche Vorfälle wie in Kalifornien sind auch in anderen Teilen der USA aufgetreten. In Arizona führte eine „Gender-Reveal-Party“ im Jahr 2017 ebenfalls zu einem Waldbrand bei dem fast 20.000 Hektar niederbrannten. Bei einer anderen Party in Iowa wurde eine Großmutter tödlich verletzt, als sie von einer Rohrbombe getroffen wurde. Und 2018 beschloss ein Mann sogar eine mit blauem Gelee gefüllte Wassermelone von einem Krokodil zerbeißen zu lassen, was ebenfalls für Empörung wergen Tierquälerei führte.