Update: Radikale Änderung nach Nikolaus?

Eiseskälte
Eiseskälte © dpa, Patrick Seeger

Radikale Änderung nach Nikolaus?

Jetzt lehnen wir uns mal ganz weit aus dem Fenster und wagen den Blick in Richtung Weihnachten. Nach einer langweiligen und ruhigen ersten Adventswoche scheint sich was zu tun, in der Wetterküche. Ab etwa Nikolaus deutet sich eine radikale Umstellung an.

Sowohl das europäische (ECMWF), als auch das amerikanische Modell (GFS) haben am Donnerstag in ihren Hauptläufen einen drastischen Temperatursturz auf Werte deutlich unter dem Gefrierpunkt berechnet. Und der hält danach bis weit in den Dezember an.

Aber da ist noch ganz viel Unsicherheit drin. Betrachtet man den GFS-Hauptlauf von Freitag, sieht das wieder ganz anders aus. Danach gäbe es zwar einen Temperatureinbruch nach Nikolaus, im Anschluss stiegen die Werte aber wieder deutlich über das 30-Jahres-Mittel.

Schauen wir nun auf unsere 28-Tage-Temperaturprognose, die auf einer Kombination verschiedener Modelle basiert, erscheint eine kalte Variante auch nicht mehr so wahrscheinlich. Rund um Weihnachten zeigt sie für das ganze Land Temperaturen, die nur noch knapp unter dem langjährigen Mittel liegen. Es bleibt also extrem spannend.

Die Prognose für den Januar ist noch sehr, sehr unsicher. Wie lange der Kaltlufteinbruch anhält, kann man noch nicht sagen. Wir gehen aber davon aus, dass es im Januar immer wieder zu Kaltlufteinbrüchen kommen wird. Diese dauern in der Regel auch länger an, als im Dezember. Dabei wird es in Bayern wie immer am kältesten und im Nordwesten am mildesten. Das heißt: Voraussichtlich 7 bis 10 Eistage im Süden, 5 bis 7 Eistage im Osten und 1 bis 4 Eistage im Norden und Westen. Für die Frosttage sieht die Verteilung ähnlich aus: 25 Frosttage im Süden, 17 bis 22 im Osten und 10 bis 15 Frosttage im Norden und Westen.

Bitte beachten Sie aber, langfristige Wettervorhersagen sind immer mit großen Unsicherheiten verbunden.

Quelle: Meteogroup/wetter.de