RTL-Forsa-Umfrage

Unwetterkatastrophe: 80 Prozent der Deutschen machen den Klimawandel dafür verantwortlich

News Bilder des Tages 16.07.2021 , Erftstadt - Blessem , Massiver Erdrutsch im Stadtteil Blessem in Erftstadt , Die Behörden sprechen von mehreren Todesopfern.Luftaufnahmen mit einer Drohne. *** 16 07 2021 , Erftstadt Blessem , Massive landslide in t
Erftstadt - Blessem: Massiver Erdrutsch im Stadtteil Blessem in Erftstadt. (Foto vom 16.07.2021) © imago images/Reichwein, Christoph Reichwein (crei) via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Thema Klimawandel gewinnt an Wichtigkeit

Die schrecklichen Bilder der Unwetterkatastrophe und ihre Zerstörungen lassen vermutlich kaum einen im Land kalt. Und die große Mehrheit der Deutschen sieht darin eine Folge des Klimawandels. Das hat nun eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL ergeben. Und somit gewinnt das Thema Klimawandel bei den Befragten auch an Wichtigkeit.

Für mehr als die Hälfte der Befragten ist Klimaschutz noch wichtiger geworden

80 Prozent der Deutschen glauben, dass die schweren Unwetter und die Hochwasser in der letzten Woche auch eine Folge des Klimawandels sind. Nur eine Minderheit (18 Prozent) glaubt dies nicht. Konsens gibt es auch in allen Bevölkerungsgruppen – mit Ausnahme der Anhänger der AfD, von denen eine Mehrheit dies nicht glaubt.

Für etwas mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) ist das Thema Klimaschutz im Zusammenhang mit den schweren Unwettern der letzten Woche (noch) wichtiger geworden. Bei 43 Prozent ist das nicht der Fall.

Dass das Thema Klimaschutz nun (noch) wichtiger geworden ist, sagen insbesondere die jüngeren, unter 30 Jahre alten Befragten sowie die Anhänger der Grünen und der Linkspartei. Dass das Thema nicht wichtiger geworden ist, sagen mehrheitlich die Ostdeutschen, Befragte mittleren Alters (30 bis 59 Jahre) sowie die Anhänger der FDP und insbesondere der AfD.

Dreiviertel der Befragten finden: Die Politik muss mehr tun!

Und die Menschen sehen die Politik in der Pflicht: Rund drei Viertel (73 Prozent) der Bundesbürger meinen, die Politik müsse mehr für den Klimaschutz tun. Etwa ein Viertel (24 Prozent) meint, die bisherigen Maßnahmen und Vorhaben wären ausreichend.

Dass die Politik mehr für den Klimaschutz tun muss, meinen überdurchschnittlich häufig Frauen, 30- bis 44-Jährige sowie die Anhänger der SPD und insbesondere der Grünen und der Linkspartei.

Dass die bisherigen Maßnahmen ausreichend sind, meinen mehrheitlich nur die Anhänger der AfD.

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Die Menschen wollen sensibler auf Warnungen reagieren

Bei der Bewertung des Krisenmanagement gibt es eine deutliche Zweiteilung: 47 Prozent der Befragten sehen es als sehr bzw. eher gut, 43 Prozent als eher bzw. sehr schlecht. Dass die Politik die Folgen des Hochwassers in den betroffenen Regionen bislang gut bewältigt hat, meinen überdurchschnittlich häufig die Anhänger von Union, SPD und Grünen. Als schlecht wird das Krisenmanagement insbesondere von den Anhängern der AfD bewertet.

In den Fokus gerückt ist im Rahmen des Krise auch das Thema „Warn-Apps“. Vor der Katastrophe hatte nur rund ein Viertel der Bürger eine App auf dem Smartphone installiert. Etwa jeder vierte Befragte, der vor den Unwettern keine Warn-App auf dem Smartphone installiert hatte (21 Prozent), möchte angesichts der Ereignisse in der letzten Woche nun eine Warn-App installieren bzw. hat dies bereits getan. Die große Mehrheit (77 Prozent) möchte dies aber auch zukünftig nicht.

LESE-TIPP: Warn-SMS soll kommen

Etwa die Hälfte der Deutschen (54 Prozent) geht davon aus, dass sie nach den schweren Unwettern in der letzten Woche künftig sensibler als bisher auf Wetterwarnungen reagieren werden. Überdurchschnittlich häufig geben dies die Befragten aus Nordrhein-Westfalen und aus Mitteldeutschland (Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland) sowie die über 60- Jährigen und die Anhänger der Union, der Grünen und der Linkspartei an.