Unwetterjahr 2021

So viel Stark- und Dauerregen in NRW wie seit 20 Jahren nicht mehr

Unwetterstatistik des DWD für das Jahr 2021 auffällig

14.07.2021, Hagen, Deutschland, - Wassermassen fließen eine Straße hinunter im Stadtteil Hohenlimburg. *** 14 07 2021, Hagen, Germany, water masses flow down a street in the district of Hohenlimburg
14.07.2021, Hagen, Deutschland, - Wassermassen fließen eine Straße hinunter im Stadtteil Hohenlimburg.

180 Regenereignisse wurden im Jahr 2021 in Nordrhein-Westfalen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) als Unwetter oder sogar als extremes Unwetter eingestuft. Der katastrophale mehrtägige Dauerregen von Tef BERND im Juli zählt in dieser Statistik nur als ein einziges Unwetter. Eine derart hohe Zahl hat es in NRW seit mindestens seit 20 Jahren nicht gegeben.

Starkregen fällt besonders im Sommer

Die Zahlen stammen aus einer Statistik des DWD, die Daten seit 2001 aufführt:

  • 2014 war bisher Spitzenreiter mit etwa 170 starken Regenfällen.
  • 2006 und 2018 liegen mit jeweils rund 160 auffälligen „Niederschlagsereignissen“ knapp dahinter.
  • 2001 war hingegen sehr ruhig mit nur 38 derartigen Regengüssen.

„Die meisten und heftigsten Starkregenereignisse sind im klimatologischen Sommer in den Monaten Juni, Juli und August zu erwarten - gefolgt vom Mai“, erklärte Thomas Kesseler-Lauterkorn vom Regionalen Klimabüro Essen des DWD. In den Monaten Oktober bis März werden dagegen vergleichsweise selten Niederschlags-Unwetter registriert.

Der Starkregen von Tief BERND brachte bis zu 241 Liter Regen pro Quadratmeter

2021 hat also für NRW eine besonders hohe Anzahl an Stark- und Dauerregen-Ereignssen gebracht. Ein einziges davon, nämlich das von Tief BERND, war dabei so stark, dass 2021 als Unwetterjahr in Erinnerung bleiben wird: Tief BERND hatte Mitte Juli in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz verheerende Fluten verursacht. Die Regenmengen waren extrem: Großflächig fielen in 24 Stunden über 100 Liter pro Quadratmeter.

  • Die höchste Niederschlagsmenge wurde in NRW an einer Station des Landesumweltamtes in Hagen gemessen mit 241,3 Litern innerhalb von nur 22 Stunden.

Zum Vergleich: In den drei Monaten Juni, Juli und August fielen von 1961 bis 1990 in NRW im Schnitt zusammengenommen 240 Liter.

Die Ticker-Meldungen von damals zeigen im Detail, wie sich Unwetter-Katastrophe entwickelt hat.

Unsere Wettertrends und Themenseiten

Sollten Sie Interesse an weiteren Wetter-, Klima- und Wissenschaftsthemen haben, sind Sie bei wetter.de bestens aufgehoben. Besonders ans Herz legenkönnen wir Ihnen auch den 7-Tage-Wettertrend mit der Wetterprognose für die kommende Woche. Dieser wird täglich aktualisiert. Falls Sie weiter in die Zukunft schauen möchten, ist der 42-Tage-Wettertrend eine Option. Dort schauen wir uns an, was auf uns in den kommenden Wochen zukommt. Vielleicht interessiert Sie eher wie sich das Klima in den vergangenen Monaten verhalten hat und wie die Prognose für das restliche Jahr aussieht. Dafür haben wir unseren Klimatrend für Deutschland.

Damit Sie auch unterwegs kein Wetter mehr verpassen, empfehlen wir unsere wetter.de-App für Apple- und Android-Geräte.

Wüstenstaat Deutschland - Die Doku im Online Stream auf RTL+

(dpa, cli)