Unwettergefahr: So geht es mit Blitz, Donner, Hagel, Regen und Sturmböen weiter

Zuerst traf es Hamburg und Niedersachsen, dann zogen Sturm und Gewitter vom Norden Deutschlands Richtung Osten, vor allem nach Sachsen-Anhalt und Brandenburg. In der Nacht zu Freitag ging es genauso heftig weiter. Am Freitag sieht es nicht mehr ganz so schlimm aus. Lediglich im Süden kann es noch etwas heftiger werden.

Am Freitag sind an den Alpen und im südlichen Alpenvorland einzelne kräftige Gewitter mit Starkregen und Hagel wahrscheinlich, Unwetter bzgl. Starkregens nicht ausgeschlossen. Lebhafter West- bis Nordwestwind, in den Kamm- und Gipfellagen insbesondere der ost- und süddeutschen Mittelgebirge und auf den Alpengipfeln stürmische Böen und Sturmböen (Bft 8 bis 9) wahrscheinlich.

Hier die Unwetter-Warnungen für die nächsten drei Tage!

So entstehen schwere Gewitter und Tornados

Video: Vom Gewitter zum Tornado

Damit schwere Gewitter entstehen können werden in der Regel 3 Zutaten benötigt. Die erste Zutat ist die zur Verfügung stehende Energie in Form von Wasserdampf. Je mehr Wasserdampf in der Luft vorhanden ist, desto stärker können die Gewitter ausfallen. Dabei kann warme Luft mehr Wasser aufnehmen als kalte Luft. An solchen Gewittertagen empfinden wir die Luft deshalb oft schwül oder drückend.

Damit ein Gewitter auch längere Zeit überleben kann, muss es gut organisiert sein. Hierfür ist die sogenannte Windscherung verantwortlich d.h. die Windgeschwindigkeit und Richtung ändern sich mit Höhe.

Abschließend wird noch ein Auslöser benötigt, der das Ganze in Gang setzt. Damit die warme Luft aufsteigen und kondensieren (Wolkenbildung) kann, wird Hebung benötigt. Diese Hebung kann z.B. durch kältere Luft erfolgen denn diese schiebt sich unter die warme Luft, da sie schwerer ist. Auch Konvergenzen (Zusammenströmen von Wind), Orographien (Bergland) oder thermische Überhitzungen können zur Hebung führen.