Intensive und brisante Lage

Unwetterlage im Fokus: Schwüle und Hitze entladen sich ab der Wochenmitte

Wann drohen Unwetter?

Diese Frage stellen sich wohl jetzt schon viele. Denn nachdem ja auch die erste sommerliche Phase im Juni schon mit teils heftigen Gewittern einherging, erhöhen die heißen Temperaturen in der neuen Wetterwoche natürlich auch das Gefahren-Potenzial möglicher Unwetter. Im Video kann man sehen, wie sich die Luft nach und nach über Deutschland erwärmt.

Hier geht’s zum Hitzefahrplan der Woche

Ruhiger Wochenstart - Ab wann wird es denn gewittrig?

Gewittergefahr am Donnerstag

Das Gewitterrisiko am 17 06 2021
Das Gewitterrisiko beschränkt sich noch auf den Westen.

RTL-Meteorologe Björn Alexander hat für uns die Wetterkarten und -gefahren im Blick: „Bis einschließlich Mittwoch passiert in Sachen Gewitter und Unwetter zum Glück kaum etwas. Denn zunächst einmal ist die Luft trocken und noch relativ angenehm. Doch zur Wochenmitte wird es dann von Westen und Südwesten her feuchter. Neben den Temperaturen steigen dann auch die Taupunkte immer weiter an. Damit drohen neben immer wärmer bleibenden Nächten tagsüber zum Teil heftige Gewitter. Es könnte eine sehr intensive und brisante Lage werden.”

Tropische Nächte in Deutschland

Gewittergefahr am Freitag

Das Gewitterrisiko am 18 06 2021
Das Risiko für Gewitter verschiebt sich etwas und betrifft nun eher den Süden und die Mitte.

Gewittergefahr am Samstag

Das Gewitterrisiko am 19 06 2021
Nun ist eigentlich das ganze Land von einem erhöhten Gewitterrisiko betroffen.

Auf welche Wetter-Gefahren müssen wir uns einstellen?

„Für Details ist es natürlich noch zu früh. Aber das, was die Wettercomputer grundsätzlich in den Prognosen haben, sieht nicht gut aus. Neben zum Teil sehr blitzintensiven Gewittern müssen wir uns auf Starkregen mit Überflutungsgefahr, Hagel und Sturmböen einstellen.”

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Aus dem Lexikon: Was ist der „Taupunkt”?

Der Taupunkt (oder auch die Taupunkttemperatur) ist eine Maßeinheit zur Bestimmung der Feuchtigkeit. Je höher die Taupunkttemperatur ist, um so feuchter ist die Luft. Im Prinzip beschreibt sie die Temperatur, bei der Wasserdampf kondensiert bzw. sich Tröpfchen bilden können und die Luft zu 100 Prozent mit Feuchtigkeit gesättigt ist.

Ein Beispiel: angenommen die Lufttemperatur beträgt 25 Grad und der Taupunkt liegt bei 20 Grad. Dann müsste man diese Luft um nur 5 Grad abkühlen, um sie mit Feuchtigkeit zu sättigen. Liegt der Taupunkt hingegen nur bei 10 Grad, dann ist deutlich weniger Wasser vorhanden, so dass der Wasserdampf erst bei einer Abkühlung um 15 Grad zu kondensieren beginnt.

Lassen sich die Unwetterschwerpunkte schon jetzt eingrenzen?

„Da noch größere Unsicherheiten bei den unterschiedlichen Wettermodellen besteht, ist auch die genaue Eingrenzung schwierig. Nach jetzigem Stand dürfte am Donnerstag der Westen vom Emsland über den Niederrhein bis runter an den Schwarzwald punktuell von heftigen Gewittern betroffen sein. Diese sorgen hier dann für eine leichte Abkühlung, während es Richtung Osten weiter aufheizt. Am Freitag und Samstag werden Blitz und Donner von Westen her bis in die Landesmitte vorankommen. Wann und wie stark sie allerdings den Osten erreichen und auch dort für eine Abkühlung sorgen, ist bei den Wettercomputern im Ansatz noch recht unterschiedlich in den Vorhersagen.”

Natürlich halten wir Sie hierzu auf dem Laufenden.

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(avo/bal)