Unwetter wüteten über den Süden und Osten Deutschlands

Schwere Unwetter im Süden und Osten
Blitze, Wassermassen und Winterlandschaften © dpa, Sven Friebe

Blitze, Wassermassen und Winterlandschaften

Am Montagabend haben schwere Unwetter von Baden-Württemberg über Bayern bis nach Sachsen gewütet. Kräftige Regenfälle ließen die Flüsse übertreten und verwandelten Straßen in Wasserbahnen. Teilweise kam der Niederschlag auch als Hagel nieder und verwandelte viele Wiesen und Felder in eine Winterlandschaft.

Die Gewitter entstanden vor einer Kaltfront, die die schwüle und warme Luft von rund 25 Grad am Montag verdrängte. Insgesamt entluden sich zwischen dem Nachmittag und Mitternacht über 80.000 Blitze.

In Ebersbach schwoll die Fils so stark an, dass das Wasser circa 30 Zentimeter hoch über einen Kreisverkehr lief. Durch herangespültes Treibgut waren die Rechen so verstopft, dass die Feuerwehr Schächte öffnen musste, um die Wassermassen unter Kontrolle zu bringen. Auch andernorts wurden Straßen von Wasser überspült. Auf der Bundesstraße 10 bei Eislingen kam es zu einem Unfall durch Aquaplaning. Ein VW und ein Ford rutschten in dem bis zu 80 Zentimeter hohen Wasser gegeneinander. Dabei wurde eine Person verletzt. Die Straße war für zwei Stunden voll gesperrt.

Neben den gefährlichen zeigt das Unwetter auch seine stinkenden Folgen. In Heiningen liefen Keller mit Wasser voll. Doch aus der Kanalisation drückten auch Exkremente mit in die Häuser. Hier werden die Anwohner nach dem Ablaufen des Wassers mit schlimmen Schäden rechnen müssen.

Blitzeinschläge und Behinderungen auf den Autobahnen

Unwetter wüteten über den Süden und Osten Deutschlands
© #Muschelschloss von Twitter

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, gerieten durch Blitz-Einschläge in Brand-Erbisdorf und in Halsbrücke die Dachstühle von Wohnhäusern in Brand. In Krumhermersdorf schlug der Blitz in ein Einfamilienhaus ein, in Sehmatal in eine Halle. Personen seien nicht verletzt worden. In Chemnitz fielen zudem mehrere Ampeln aus.

Überschwemmte Straßen und Schlammlawinen sorgten zudem für Behinderungen im Straßenverkehr. Auf der A4 in Richtung Dresden fuhren zwischen Hohenstein-Ernstthal und Wüstenbrand mehrere Fahrzeuge ineinander. Und auch in Höhe Frankenberg sowie zwischen Berbersdorf und Siebenlehn kam es zu Unfällen. Auch über Dresden tobte am frühen Montagabend ein schweres Gewitter.