Unwetter wüten im Nordosten: "Der Schlamm kommt hier aus den Wänden"

Starkregen und Sturmböen

Die Unwetter haben ihre nächste Runde gedreht: Am Dienstagabend und in der Nacht zu Mittwoch wurde vor allem die Nordosthälfte Deutschlands von Gewittern mit Starkregen und Sturmböen heimgesucht.

In der Region Hannover stürzten durch das Unwetter mehrere Bäume um. Dort und in Bremen pumpte die Feuerwehr viele geflutete Keller leer. In der Wedemark und Neustadt am Rübenberge rückten die Einsatzkräfte rund 220 Mal aus. In Arnsdorf bei Radeberg hatten sich kleine Bäche zu reißenden Strömen entwickelt und Häuser unter Wasser gesetzt.

Unwetter wüten im Nordosten:

Auch in Goslar kämpfen die Menschen gegen die Wassermassen. Das Wasser drückt durch die Kanalisation nach oben und bahnt sich seinen Weg. Der Keller von Familie Kühn steht knietief unter Wasser. "Der Schlamm kommt hier aus den Wänden, aus der Toilette aus dem Waschbecken überall her“, sagt Hannelore Kühn verzweifelt. „Ich weiß gar nicht, wie das weiter gehen soll."

Auch jeder einzelne vollgelaufene Keller in der kleinen niedersächsischen Gemeinde Bissendorf ist für die Bewohner ein Drama. Zumal die Keller hier schon die zweite Nacht in Folge unter Wasser stehen. "Im Keller hat man halt viele Sachen aufbewahrt, auch für die Kinder. Viele Sachen, die einem wertvoll sind, sind jetzt hinüber. Und die Versicherung weigert sich zu zahlen, haben wir heute schon gemerkt", klagt Andre Bronheim,

Den Opfern der Unwetterkatastrophe in Braunsbach hat das Land Baden-Württemberg bereits unbürokratische Hilfen zugesichert. Allerdings müsse jeder Einzelfall geprüft werden.