Auch Deutschland betroffen

Unwetter Europa: Kaltfront und Gewitter schicken Spätsommerluft ins Abseits

von Björn Alexander und Carlo Pfaff

Eine intensive Wetterlage weitet sich vom Atlantik immer weiter aus. Denn das kräftige Sturmtief GEORGINA trifft erst den Westen Europas und beeinflusst mit seiner Kaltfront und Gewittern anschließend auch das Wetter bei uns.

Oben im Video: Wind und Temperaturen – so geht es in den kommenden Tagen weiter

Die Ausgangslage: Ruhiges Hoch, bevor es ungemütlich wird

Derzeit sorgt Hoch XILOTZIN bei uns in Deutschland für ruhiges Herbstwetter. Doch das wird sich ändern. Über dem Atlantik hat wetter.de-Meteorologe Carlo Pfaff nämlich schon Sturmtief GEORGINA im Blick, das auch auf uns zurollt. Doch zuvor sind Südwest- und Westeuropa dran - mit teils erheblicher Unwettergefahr.

Sturmfeld über Westeuropa

Die Gewittervorhersage für Deutschland und Westeuropa am 20. Oktober 2022
Blitz und Donner auf dem Vormarsch

Pfaff beschreibt die Entwicklung: „Vor allem in Portugal, weiten Teilen Spaniens über Frankreich bis zu den Britischen Inseln ziehen Regenschauer und Gewitter durch.”

Dabei verweist der Wetterexperte auch auf Starkregen und Hagel. Grund dafür sei die Kaltfront von Tief GERORGINA, die außerdem die spätsommerlich warme Luft der letzten Tage verdrängt.

Selbst Orkanböen möglich

Am heftigsten sieht Pfaff den Wind über dem Atlantik und direkt an den Küsten sowie generell in der Nähe zu Gewittern: „Es drohen mitunter schwere Sturmböen bis um die Tempo 100. Noch heftiger stürmt es im Bergland - beispielsweise sind auf den Pyrenäengipfeln sogar Orkanböen drin.” Und auch in Deutschland werden wir die Auswirkungen von GEORGINA zu spüren bekommen.

Wetterwechsel in Deutschland

Vorhersage der Höchstwerte in Deutschland am 20. Oktober 2022
Besonders der Norden und Osten zeigen sich mit maximal 11 bis 15 Grad recht frisch

„Am Donnerstag erreicht die Kaltfront mit gewittrigen Schauern den Westen Deutschlands”, prognostiziert Pfaff. Am Freitag ist der Osten unseres Landes dran - dann allerdings schon etwas abgeschwächt. Dennoch spüren wir den Umschwung bei den Temperaturen. Die erreichen am Donnerstag zwischen 11 Grad im Nordosten und 22 Grad mit Föhn an den Alpen. Wechselhaft mit meist 14 bis 21 Grad geht es ebenso am Freitag und Samstag weiter.

Alpen bekommen größere Regenmengen

Regenvorhersage für den 21. Oktober 2022
Schauer und zum Teil ergiebiger Regen kommen weiter ostwärts voran

Für Regenprognose Mitteleuropa beschreibt Pfaff vor allem im Alpenraum und hier insbesondere in der Schweiz größere Regenmengen: „Im Süden und Westen der Schweiz sind 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter möglich.”

Sonst seien es oftmals 10 bis 20 Liter. In Anbetracht von beliebten Wandertouren in den frühherbstlichen Alpenregionen sollten Sie also das Wettergeschehen auf jeden Fall im Auge behalten.

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(bal, apf)