Unwetter toben über Hessen und Niedersachsen

Festival wegen des Unwetters vorzeitig beendet

Heftige Frühlingsgewitter haben am Sonntag über Niedersachsen und Hessen getobt. In Osnabrück liefen Keller voll Wasser, Straßen wurden überflutet. Innerhalb von zwei Stunden habe die Feuerwehr mit 70 Einsätzen zu tun gehabt, sagte ein Sprecher. Nach Blitzeinschlägen gerieten zwei Feldflächen in Brand. Das Seaside Festival in Aurich wurde wegen des Unwetters vorzeitig beendet. Das Konzert von Otto Waalkes, das der Abschluss des dreitägigen Festivals hätte sein sollen, fiel aus. Das Gelände sei geräumt worden, die 5.000 Besucher hätten es binnen einer Stunde verlassen, teilte eine Polizeisprecherin am Abend mit. Das Areal habe unter Wasser gestanden.

Feuer durch Blitzeinschlag +++ Bäume stürzen um +++ Volle Keller im Vogelsberg

13.05.2018, Niedersachsen, Osnabrück: Einsatzkräfte der Feuerwehr entfernen umgestürzte Bäume von Bahngleisen. Ein heftiges Unwetter hat für eine Sperrung der Bahnstrecke zwischen Osnabrück und Oldenburg gesorgt. «Umgestürzte Bäume lagen am Sonntagab
Umgestürzte Bäume blockieren die Bahnstrecke bei Osnabrück.

In Wirdum in Ostfriesland ließ vermutlich ein Blitzeinschlag ein Wohnhaus in Flammen aufgehen. Die darin wohnende vierköpfige Familie und ihr Hund brachten sich in Sicherheit. Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, rund 90 Feuerwehrleute kämpften drei Stunden gegen den Brand.

Die A30 musste bei Osnabrück zeitweise gesperrt werden. Und das Unwetter sorgte auch für eine Sperrung der Bahnstrecke zwischen Osnabrück und Oldenburg. "Umgestürzte Bäume lagen am Sonntagabend im Gleis und wurden von der Feuerwehr weggeräumt", sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn.

Waldbrandgefahr im Osten - Pegel der Elbe nur noch bei einem Meter

Auch in Hessen gab es Blitz, Donner und Starkregen. "Von 20.30 bis 22.30 Uhr hatten die Rettungskräfte im Vogelsbergkreis unheimlich viel zu tun", sagte ein Sprecher der Polizei in Fulda. Straßen standen unter Wasser, Keller liefen voll, Schlamm wälzte sich Abhänge herunter.

In Feldatal wurde ein Auto vom Wasser mitgerissen und gegen eine Hauswand geschleudert. Verletzte gab es nicht. "Das Ausmaß der Schäden wird wohl erst bei Tageslicht deutlich", sagte der Sprecher.

Und östlich der Elbe kam nicht ein Tropfen Regen runter. Der Pegel an der Magdeburger Strombrücke zeigte am Sonntag nur noch knapp einen Meter. Es besteht hohe Waldbrandgefahr.