Unwetter: Monster-Blizzard zieht über Island

Island klaut uns den Schnee

Die Isländer sind ja Kummer gewohnt, was das Wetter angeht - ist doch das Islandtief neben dem Azorenhoch mit das bekannteste meteorologische Druckgebilde. Aber das ist auch für Island außergewöhnlich: Eine sogenannte Bombogenese (also ein Tief, das sich in kurzer Zeit extrem stark entwickelt) macht sich erst genau über der Insel, und dann knapp östlich davon breit – und sorgt dort in der Nacht zu Mittwoch und am Mittwoch für ein wahres Blizzard Monster!

Windspitzen verbreitet über 100 km/h, an der Nordküste und auf den Bergen sogar Orkan bis 150 km/h, Böen bis 250 km/h und dazu bis zu 2 Meter Neuschnee im Nordstau Islands.

Unglaubliche Aufnahmen vom Mega-Blizzard im Norden Islands

So sieht der Monster-Blizzard von oben aus!

Sehr außergewöhnlich: Die ganze Insel ist mit Schnee bedeckt

Die hauptsächlich bewohnten Gebiete rund um Reykjavik erwischt es nicht ganz so heftig. Aber es dürfte nach dem Schneesturm auf der ganzen Insel eine Schneedecke liegen und das ist mitten im 5 bis 8 Grad „warmen“ Nordatlantik (Reste des Golfstroms) so früh im Winter recht selten! In der letzten Woche gab es in Island noch durch Föhneffekte Höchstwerte von 15 bis 20 Grad!! Jedenfalls haben die Isländer jetzt schon eine Antwort auf die Weiße-Weihnachten-Frage:  Der Schnee schmilzt so schnell nicht wieder.

Hier geht es zu den Wetteraussichten für Island.

Wie beeinflusst dieser Monstersturm unser Wetter?

An der Südseite dieses Monstersturms können sich sogenannte Randtiefs bilden, die auf Mitteleuropa zurasen. Die sind zwar nicht so heftig, bringen uns trotzdem sehr wechselhaftes und windiges, am Wochenende auch sehr mildes Wetter.

So geht es in den nächsten 7 Tagen mit dem Wetter bei uns weiter.