Unwetter Italien: Tornadoalarm - riesige Wasserhose

Riesige Wasserhosen direkt an der Küste von Genua

Seit über eine Woche gibt es heftige Unwetter in Italien. Die Folgen: Heftige Gewitter, Überflutungen und Erdrutsche. Heute Vormittag kam es an der Küstenstadt Genua in Ligurien außerdem zu riesigen Wasserhosen! Größere Schäden gibt es nicht - doch die Bilder sind spektakulär.

Was eigentlich eine Wasserhose ist können Sie hier nachlesen

Tagelang gab es heftige Unwetter

Heftige Regenfälle mit Überschwemmungen haben den Norden Italiens heimgesucht. In der Region Ligurien im Nordwesten wurden Bäume entwurzelt, Straßen überspült und Häuser unter Wasser gesetzt, wie Medien berichteten. Auch aus anderen Teilen Italiens wurden heftige Regenfälle gemeldet.

Radarbild. Heute früh. 07.11.2019
Radarbild der Gewitterzelle, an der sich am Morgen die Wasserhose gebildet hat. © wetterressort

Auch Slowenien und Kroatien betroffen

Der Fährverkehr zwischen Sardinien und der französischen Nachbarinsel Korsika wurde am Montag laut Nachrichtenagentur Ansa vorübergehend eingestellt. In Montegroppo östlich von Genua wurden 373 Liter Regen in nur 12 Stunden gemessen. 200 Liter in kurzer Zeit waren keine Seltenheit. Kaum ein Fluss, der diese Wassermassen noch fassen kann. 

Auch in Slowenien, Kroatien und Kärnten sowie auf Korsika gab es 75 bis 100 Liter Regen. Viel Neuschnee fiel auf der Alpensüdseite in Lagen über 1.800 bis etwa 2.000 Meter Höhe. 

Unwetteralarm bleibt bestehen

epa05585387 A firefighter inspects the damages after whirlwinds and wind gusts of up to 120 km per hour hit Genoa, Italy, 14 October 2016. Over the night, the fire squad was called out about 40 times to the city and the surrounding province for trees
Erst kürzlich gab es schwere Unwetter in Norditalien. © dpa, Luca Zennaro, mau lb

Die Lage in Teilen Südeuopas bleibt brisant. Bis in die nächste Woche hinein ist vor allem das zentrale Mittelmeer mit örtlichen Regensummen von bis zu 150 Liter pro Quadratmeter immer wieder im Fokus. Auslöser sind Tiefdruckgebiete, die ihren Weg wiederholt bis in die südlichen Breiten finden.

Verantwortlich für die aktuellen Unwetter ist ein Ausläufer von Tief „Carletto“ über Norditalien. Die ohnehin schon vollen Flüsse werden das Wasser kaum abtransportieren können. Es drohen weitere Überflutungen. 

Ligurien und das benachbarte Piemont waren übrigens erst vor zwei Wochen von Hochwassern heimgesucht worden.