Gigantische Wirbelstürme

Unwetter in Spanien: Tornado bei Málaga, Überschwemmungen in Madrid und auf Mallorca

Die Unwetter kommen auch noch zu uns

Spanien wird kräftig von Unwettern gebeutelt. Besonders eindrucksvoll sind die Aufnahmen von drei gewaltigen Wirbelstürmen, die am Montag bei Málaga gewütet haben. Die Windgeschwindigkeiten wurden auf 120 bis 180 kmh geschätzt. Menschen wurden offenbar nicht verletzt, aber es gibt Meldungen von toten Ziegen und umgerissenen Bäumen. Auch ein Strommast ist explodiert. Die Bilder sehen Sie im Video.

Die gefährliche Wetterlage hängt an Tief „Carlo“ dran. Und der kommt uns näher. Am Donnerstag erwarten wir in Deutschland Unwetter.

Madrid: Tunnel und Metro-Linien gesperrt, Flugverkehr gestört

Heftige Unwetter mit Hagel haben in der Region um Spaniens Hauptstadt Madrid Überschwemmungen und zentimeterhohe Eisdecken verursacht. Die Wassermassen rissen am Montagabend sogar Fahrzeuge mit. Besonders betroffen war die Ortschaft Arganda del Rey im Südosten Madrids. Dort fiel so viel Hagel, dass Straßen mit einer dicken Eisschicht bedeckt waren.  

Auch in Madrid selbst mussten Straßen und Tunnel sowie mehrere Metro-Linien gesperrt werden. Am Flughafen Barajas sorgten die Unwetter für Verspätungen, einige Maschinen wurden auf andere Flughäfen umgeleitet.

Gewitter dauerte nur 10 Minuten

Das Ausmaß der Schäden war zunächst unklar. Berichte über Verletzte gab es erst einmal nicht. «Das Gewitter begann um 18 Uhr und dauerte zehn Minuten, aber es war eine einzige Katastrophe», zitierte „El Mundo“ den Besitzer einer Bäckerei in Arganda del Rey. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach auf Twitter allen Betroffenen seine Solidarität aus. Zugleich dankte er allen Rettungskräften für ihren Einsatz.

Starke Überschwemmungen auf Mallorca

Auch
Auch "Estofex" warnt über dem westlichen Mittelmeer vor großem Hagel, Sturmböen, Starkregen und vor der Wahrscheinlichkeit vonTornados. © RTL Interactive, Estofex

Das Unwettertief vom Festland erreichte am Dienstag auch die balearischen Inseln Mallorca, Menorca und Ibiza. Auf Mallorca sorgte der berüchtigte „gota fría", zu deutsch „Kalter Tropfen“, für heftige Überschwemmungen, Ausfälle im Telefon- und Stromnetz und Straßensperrungen. Im Süden Mallorcas, in der Gegend von Santanyí herrschte Land unter, es fielen knapp 100 Liter pro Quadratmeter. Am Flughafen Palma de Mallorca kam es zu erheblichen Verzögerungen.

Für den Mittwoch wird auf den Balearen trotz weiteren Niederschlägen etwas Entspannung erwartet. Das staatliche spanische Amt für Meteorologie (Aemet) hat seine bis Mittwochabend ausgegebene Unwetter-Warnstufe Orange auf Gelb heruntergesetzt.

Hier geht es zum aktuellen Regenradar der Balearen.