Unwetter in Polen: Touristen und Einheimische fliehen vor Überschwemmungen im Tatra-Gebirge

19.07.2018, Polen, Zazadnia: Eine durch heftige Unwetter beschädigte Brücke. Heftige Regenfälle haben im polnischen Tatra-Gebirge zahlreiche Überschwemmungen und Schäden verursacht. Foto: Grzegorz Momot/PAP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Polen, Zazadnia: Heftige Regenfälle haben im polnischen Tatra-Gebirge zahlreiche Wanderwege zerstört. © dpa, Grzegorz Momot, jkm pat

Urlauber und Einheimische sind vor Überschwemmungen im slowakisch-polnischen Tatra-Gebirge geflohen. Sowohl in Polen als auch der Slowakei brachte die Feuerwehr nach eigenen Angaben Hunderte Dorfbewohner und Touristen in Sicherheit. Ruhige Gebirgsbäche hätten sich nach schweren Regenfällen in Sturzbäche verwandelt, hieß es.

270 Menschen in Sicherheit gebracht

Im Süden Polens evakuierten Einsatzkräfte vorbeugend mehrere Pfadfindercamps und Herbergen. Viele Wanderwege in der Ferienregion um Zakopane wurden gesperrt. Auch auf der slowakischen Seite der Hohen Tatra war die Feuerwehr seit Mittwochabend im Großeinsatz. Allein in der Gemeinde Stara Lesna wurden nach Angaben einer Feuerwehrsprecherin etwa 270 Menschen aus Wohn- und Ferienhäusern in Schulgebäude und andere Notunterkünfte gebracht. Ein Gebirgsbach war über die Ufer getreten und hatte mehrere Straßenzüge überschwemmt. 

Landesweit gab es extreme Niederschläge

​Starkregen und Windböen trafen auch andere Teile Polens. Landesweit stürzten Bäume um, Dutzende Häuser wurden beschädigt. Die Feuerwehr rückte seit Mittwoch zu mehr als 1500 Einsätzen aus. Angaben zu Verletzten gab es zunächst keine.