Unwetter in Moskau: Heftiger Sturm lässt Bäume umstürzen – mindestens 14 Tote

Nach dem schwersten Sturm in Moskau seit Jahrzehnten ist die Zahl der Toten auf mindestens 14 gestiegen. Von insgesamt rund 170 Verletzten würden noch mehr als 100 in Krankenhäusern behandelt, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit.

Bei dem Unwetter vom Montag waren in der russischen Hauptstadt mehr als 6500 Bäume umgestürzt. Zahlreiche Dächer und Autos wurden zerstört. Zehntausende Helfer waren im Einsatz, um die Schäden zu beseitigen.

Wie eine Sprecherin der russischen Ermittlungsbehörde mitteilte, wurden elf Menschen in Moskau sowie drei weitere Menschen im Umland von umstürzenden Bäumen erschlagen.

Windgeschwindigkeit von rund 100 Kmh

Es war der heftigste Sturm in Moskau seit mehr als 30 Jahren. Zwar berichteten russische Medien überwiegend von einem Orkan, Meteorologen wiesen aber darauf hin, dass die Windgeschwindigkeit mit rund 100 Kilometern pro Stunde noch unter Orkanstärke geblieben war. Experte Michail Lokoschtschenko sagte der Zeitung 'Iswestija', zuletzt habe es einen solchen Sturm 1984 gegeben. Im Juni 1998 waren bei einem schweren Sturm in Moskau neun Menschen ums Leben gekommen.

Der Sturm hatte auch Folgen für den Schienen- und Luftverkehr

Schweres Unwetter in Moskau
Der Sturm in Moskau ließ zahlreiche Bäume umstürzen. Dieses Auto wurde von den Wurzeln angehoben. © REUTERS, ALEXANDER PANCHENKO, AP

Der Wind war so heftig, dass er auch Müll auf den Straßen aufwirbelte. Nach dem starken Regen sammelten sich riesige Pfützen auf dem Asphalt der Moskauer Straßen und Innenhöfe. In Tausenden Haushalten in und um Moskau fiel der Strom aus. Zudem verzögerten sich zahlreiche Flüge an den drei großen Flughäfen der russischen Hauptstadt, und bei den Vorstadtzügen kam der Verkehr vorübergehend zum Erliegen.