Nach Hitze und Feuer die nächste Gefahrenlage

Italien und Griechenland: Extremwetter durch Superzellen mit Hagel, Sturm, Starkregen

Archivbild: Dunkle Gewitterwolke mit gewittrigem Schauer.
Bis runter ans Mittelmeer sorgt Tief MANFRED für schwere Gewitter © dpa, Thanassis Stavrakis, TS

Überflutungen, Erdrutsche und Sturmschäden möglich

Einen Sommer der Wetterextreme erlebt Südosteuropa. Beliebte Urlaubsziele in Griechenland und Italien haben lange unter Mega-Dauerhitze, Trockenheit und katastrophalen Waldbränden gelitten. Aktuell drohen heftige Unwetter von Italien über die südlichen Balkanländer mit Griechenland und Bulgarien bis hin zum Schwarzen Meer. Superzellen mit Hagel, schweren Sturmböen und natürlich extreme Regenmengen sind wahrscheinlich. Es kann zu Überflutungen und Erdrutschen kommen.

Wie kommt es zu den Unwettern von Italien bis Griechenland?

Die Grafik zeigt die Abweichung der Wasseroberflächentemperatur weltweit.
Ganz rechts und ganz links auf der Abbildung zu sehen: Das Mittelmeer ist viel wärmer als sonst. Das begünstigt im Herbst die Entstehung von Unwettern.

RTL-Meteorologe Carlo Pfaff erklärt: „Über dem zentralen und östlichen Mittelmeer liegt ein Höhentief, das zusammen mit den momentan hohen Wassertemperaturen des Mittelmeeres für lokale Unwetter sorgt.“

Das Mittelmeer hat sich nämlich durch die Dauerhitze extrem aufgeheizt, es ist wärmer als normalerweise. Und die Temperaturunterschiede zwischen der gerade kalten Luft in der Höhe und dem warmen Wasser darunter begünstigen die Entstehung von Unwettern. Diese Verhältnisse wird es im Herbst wohl noch öfter geben.

Wie schlimm werden die Unwetter?

Örtlich sind Hagel, Sturmböen und Starkregen möglich. Betroffen ist ein Streifen von Mittel- und Süditalien über Albanien und Griechenland bis zum nördlichen Teil des Schwarzen Meeres. Es kann zu Überflutungen und - in bergigen Regionen - zu Erdrutschen und Murenabgängen kommen.

Wie lange dauern die Unwetter an?

Carlo Pfaff kann nur vorübergehend Entwarnung geben: „Am Freitag beruhigt sich das Wetter, bevor am Wochenende dann Ausläufer der Kaltfront von NICK wieder für ein Aufleben der Gewittertätigkeit im Bereich der nördlichen Adria sorgen.“

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(ctr)