Gefahr von Unwettern

Gewitterband zieht mit Schmackes über Deutschland

von Karim Belbachir und Martin Pscherer

Ein großes Gewitterband zieht mit einer Menge Regen über Deutschland. So können am Donnerstag getrost die Gummistiefel ausgepackt werden. Die Unwettergefahr steigt an, denn neben Starkregen besteht die Möglichkeit, dass auch Hagel und Sturmböen eine Rolle spielen. Wie es in den kommenden Tagen genau aussieht, weiß wetter.de-Meteorologe Martin Pscherer.

Gewitterband zieht Richtung Osten

Gewitterrisiko am Donnerstag, 8. September in Deutschland
Bis zum Ende der ersten Nachthälfte ist das Gewitterrisiko im Norden und Osten am höchsten.

Das Gewitterband hat sich bereits eingeregnet. Am Vormittag waren die stärksten Regengüsse und Gewitter so etwa vom Niederrhein/Emsland bis rüber nach Bayern und Sachsen unterwegs. Unser wetter.de-Wetterexperte, Martin Pscherer kennt auch die den Weg der Gewitter: „Es verlagert sich im Laufe des Tages weiter Richtung Osten, so dass der Schwerpunkt am Nachmittag dann eher Richtung Nordsee bis rüber nach Brandenburg liegt.“

Regenradar für Deutschland

20 bis 50 Liter Regen auf den Quadratmeter

„Dann sind häufiger mal Regenmengen zwischen 20 und 50 Litern pro Quadratmeter möglich. Lokal ist auch etwas mehr drin“, erklärt Meteorologe Martin Pscherer. „Regional kann das für volle Keller und Überflutungen reichen.“ Teilweise könnten aber auch Schäden durch Hagelschlag und Sturmböen nicht ausgeschlossen werden. Ab dem späten Nachmittag bis in die erste Nachthälfte hinein verlagert sich der Schwerpunkt Richtung Schleswig-Holstein hinein bis zur Oder. Im Laufe der Nacht zieht es dann aber schließlich Richtung Ostsee ab und die Unwettergefahr lässt spätestens zur zweiten Nachthälfte nach.

Freitag und Samstag regnet es weiter

Niederschlag am Samstag, 10. September in Deutschland
Samstag regnet es nochmal etwas häufiger, allerdings ist die Unwettergefahr recht gering.

Obwohl das Gewitterband abgezogen ist, sind die Regengüsse aber noch nicht vorbei. Selbst am Freitag kann lokal noch Starkregen mit von der Partie sein, eventuell sogar weitere Sturmböen. „Die Unwettergefahr ist aber im Vergleich zum Donnerstag deutlich geringer“, schätzt Pscherer. Die Wetterlage sei nämlich eine andere als tags zuvor.

Ansonsten bleibt es am Freitag tagsüber lange Zeit trocken, bevor sich dann später verbreitet einzelne Gewitter bilden könnten, die aber nur noch lokal unwetterartig seien. Am Samstag werden die Regenmengen in der Fläche zwar wieder größer, aber ob es noch für Unwettergefahr reicht, ist noch unsicher. Pscherer schätzt die Gefahr von Unwettern im Gegensatz zum Donnerstag allerdings deutlich geringer ein. Fakt ist, dass die schwülwarme Sommerluft erst einmal weg ist und dass es sich bei 15 bis 21 Grad schon ganz schön herbstlich anfühlt.

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(kfb, mps)