Unwetter in den Alpen: Flut in der Schweiz reißt zwei Personen mit - Hagelsturm in Italien

Irre Fluten in der Schweiz
Irre Fluten in der Schweiz Das Wasser schießt ins Tal 00:51

Flut reißt Autos mit +++ Passstrassen nach Erdrutschen gesperrt +++ extremes Hagelunwetter

Am Wochenende hat es den Alpenraum besonders schwer getroffen. In der Schweiz wurden in der  Walliser Ortschaft Chamoson zwei Autos mitgerissen, als der Fluss Losentse über die Ufer trat. Zwei Personen werden seither nach Angaben der Walliser Kantonspolizei vermisst. Die Suche nach den Vermissten, ein Mann (37) und ein Kind (6), musste am Montagabend unterbrochen werden. Die Überlebenschancen sind nach Angaben der Kantonspolizei "gleich null".

Andere Regionen im Kanton Wallis waren ebenfalls vom Unwetter betroffen. Die Strasse zwischen Chalais und Vercorin musste am Sonntagabend nach einem Erdrutsch geschlossen werden. Auch im Kanton Graubünden mussten zwei Passstrassen wegen Erdrutschen gesperrt werden. Betroffen waren der Maloja-Pass sowie der Lukmanier-Pass von der Tessiner Seite her.

Irre Hagelmassen in Norditalien

In der italienischen Gemeinde Castelnuovo Don Bosco mussten Radlader die von Hagelmassen verstopften Straßen wieder befahrbar machen.

In Deutschland bis zu 70 Liter

Im Süden Bayerns, speziell an den Alpen hat es seit Sonntag ergiebig geregnet. Heute klingt dort der Regen zunächst ab, am Nachmittag können sich aber nochmal Schauer bilden. Der Schwerpunkt lag im Allgäu, wo stellenweise 50 bis 80 l/m² Regen fielen. Oberstdorf meldete knapp 70, Garmisch-Partenkirchen knapp 55 Liter. Zum Vergleich: In einem durchschnittlichen August fallen in Oberstdorf rund 210 l/m².

Schweiz: bis zu 7000 Blitze, bis zu 80 Liter Regen

Das Wochenende endete in der Schweiz mit heftigen Unwettern. Insgesamt brachten die Gewitter am Sonnntagabend gut 7000 Blitze. Am meisten wurden mit rund 2300 im Wallis registriert. Zudem gab es große Regenmengen. Örtlich sind bis zu 80 Liter Regen (Spitzenreiter war Arosa) innerhalb von 24 Stunden gefallen.