Unwetter-Warnungen für Frankreich, Italien, Kroatien

Unwetter im und am Mittelmeer: Sturm, Orkanböen und viel Regen

Die Unwetterserie reißt nicht ab

Genua-Tief Xyla schüttelt jetzt die zentrale Mittelmeerregion durch. Von Südfrankreich über Korsika bis zum Appenin in Italien wird es stürmisch. An der Ostseite der Adria im Balkan ist ergiebiger Regen das Hauptproblem. Es bestehen amtliche Warnungen. Die Aussichten für die nächsten Tagen sind nicht sonderlich besser. Der Tiefdruckkomplex über weite Teile Europas hängt fest.

Die Zugbahn des Unwettertiefs und was es mit dem Wintereinbruch in den Alpen zu tun hat, sehen Sie im Video.

Hagel, Regen und die Gefahr von Tornados

In Südfrankreich drohen am Freitag Sturmböen bis 100 km/h, die französische Mittelmeerinsel Koriska wird Orkanböen mit 120 bis 150 km/h, im Extremfall bis 170 km/h ausgesetzt sein. Der Gebirgszug Apennin an der Westküste Italiens könnte Böen mit einer Geschwindigkeit von 130 km/h abbekommen, in Rom sind auch immerhin noch 70 bis 80 km/h möglich.

In Italien, auf dem Balkan mit Kroatien bis zur Südtürkei drohen weitere Unwettergefahren: ergiebige Regenmengen, Hagel, Sturmböen und das Risiko von Tornados. Besonders in den Staulagen der Gebirge regnet es heftig – bis zum Anfang der neuen Woche sind bis zu 200 Liter pro Quadratmeter drin. Über die Ufer tretende Flüsse, Schlamm- und Gerölllawinen sind da nicht ausgeschlossen.

Die schöne Seite der Unwetter

Unwetter am Mittelmeer setzen sich fort

Bereits seit Tagen sind am Mittelmeer zum Teil schwere Gewitter mit Starkregen aktiv. So fielen beispielsweise in Frankreich binnen 24 Stunden über 700 Liter Regen pro Quadratmeter. Auch der Medicane Ianos in Griechenland wütete mit Sturm und Regenmassen.

Die Wetterlage: kalte Luft und viel Feuchtigkeit

Eine sogenannte VB-Wetterlage führt kalte Luft und das Unwettertief mit dem Namen „Xyla“ bis runter ans Mittelmeer und anschließend wieder nordwärts. Eine Situation, die zum Teil enorm viel Regen bringen kann. Bis zum Beginn der kommenden Woche zeigen die Wettercomputer Regensummen jenseits von 200 Litern pro Quadratmeter. In den Alpen fällt dabei reichlich Neuschnee. Und auch bei uns in Deutschland bekommen wir das Unwettertief zu spüren.

Mehr zum Tiefdruck-Karussel und zu unserem Wochenendwetter lesen Sie im 7 Tage-Wetter
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