Unwetter: Hurrikan-Saison in den USA beginnt so früh wie seit 40 Jhren nicht

Bereits Mitte Mai, also zwei Wochen vor dem offiziellen Start in die atlantische Hurrikan-Saison, hatte sich der erste tropische Sturm gebildet. Damit war Arthur der früheste Sturm seit über 40 Jahren, der US-Amerikanischen Boden mit seinen Ausläufern bedrohte. Und derzeit dreht sich bereits der zweite Tropensturm im Südosten der USA: Bertha. Sehen Sie mehr dazu im Video. Ein schlechtes Omen könnte man denken. Und das sehen auch viele Experten und Institutionen so.

Eine überdurchschnittliche Saison steht in den Startlöchern

15.05.2020, USA, Miami: Ein Fahrradfahrer fährt an der Biscayne Bay entlang, während im Hintergrund die Skyline der Stadt von dunklen Wolken umhüllt ist. Ein Tiefdruckgebiet bewegt sich in Richtung der Bahamas und könnte zum ersten benannten Sturm de
Stürmisches Wetter in Florida: Ein Tief sorgt in Florida für Starkregen. © dpa, Lynne Sladky, LS frd

Tropensturm Arthur hat es gezeigt: Das Potenzial ist für die Sturmsaison 2020 nicht zu unterschätzen. Er hat zwar das Festland nicht ernsthaft bedroht und ist auch rasch auf den Atlantik heraus gezogen. Dennoch war es – so früh im Jahr – ein erstes Ausrufezeichen. Und so stuften auch Behörden und Institute die Saison 2020 mit einem überdurchschnittlichen Verlauf ein. So schätzen die Forscher der North Carolina State University, das sich 18 bis 22 benannte Stürme bilden könnten – darunter 8 bis 11 Hurrikane. 

Corona verschlechtert die Lage

Ein Hurrikan von oben.
So sieht ein Hurrikan von oben aus. Aufgenommen von einem Satelliten. © Geo Television

Die Auswirkungen der Corona-Lage sind den USA ebenso zu spüren wie bei uns. Und es gibt bereits Stimmen, die Befürchtungen äußern, dass sich Corona auch negativ während der Sturmsaison auswirken könnte. Besonders kritisch werden nämlich inzwischen mögliche Evakuierungen gesehen. In Notunterkünften dürfte es sehr schwer fallen, die Abstandsregeln einzuhalten.

Und so heißen die Stürme der atlantischen Hurrikansaison 2020

Anders als bei uns, wo Hochs und Tiefs durch die FU-Berlin ohne eine vorgegebene Namensliste getauft werden, stehen die Namen der tropischen Stürme schon lange vorher fest. Denn diese Namenslisten werden turnusmäßig wiederholt. In diesem Jahr wird dieselbe Liste wie in der Saison 2014 verwendet: 

  • Arthur
  • Bertha 
  • Cristobal
  • Dolly
  • Edouard
  • Fay
  • Gonzalo
  • Hanna
  • Isaias 
  • Josephine
  • Kyle
  • Laura
  • Marco
  • Nana
  • Omar
  • Paulette
  • Rene
  • Sally
  • Teddy
  • Vicky
  • Wilfred

Übrigens war die Saison 2014 ziemlich übersichtlich. Denn mit nur acht Stürmen ging es bis zum Namen Hanna. Das soll in diesem Jahr ganz anders aussehen und ist sicherlich auch dem Klima-Phänomen La Niña geschuldet.

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