Unwetter: Gewitterfront des Tiefs 'Monti' brachte 350.000 Blitze und vereinzelt Orkanböen

Die Gewitterfront des Tiefs 'Monti' brachte insgesamt rund 350.000 Blitzeinschläge. Alleine bis Donnerstagabend 22:00 Uhr wurden rund 300.000 registriert. Vereinzelt kam es zu Orkanböen. In Griesheim (Hessen), südwestlich von Darmstadt, wurde am Donnerstag um 19:50 Uhr in einem blitzintensiven Gewitter eine Windgeschwindigkeit von 131 Km/h gemessen.

Vor allem in Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen kam es zu vollgelaufenen Kellern, Blitzeinschlägen und umgestürzten Bäumen. Das ganz große Chaos blieb aber aus.

Die Gewitterwolken sind in dem Satellitenfilm gut zu sehen:

Viel Arbeit für die Feuerwehr

In Baden-Württemberg war besonders um Offenburg das Unwetter kurz, aber heftig. Die Feuerwehr rückte etliche Mal aus, weil nach Blitzeinschlägen in Gebäuden Alarm ausgelöst wurde. In einem Wohnhaus verursachte ein Blitz einen Dachstuhlbrand. Das Haus war nach den Löscharbeiten weiter bewohnbar, verletzt wurde niemand.

Ebenfalls gebrannt hat es im Dachstuhl eines Reihenhauses bei Karlsruhe sowie in einem gewerblich genutzten Gebäude im nordhessischen Hofgeismar. Auch hier wurde niemand verletzt. Über den Ausmaß des jeweiligen Schadens wurde zunächst nichts bekannt. Bei Konstanz kam es außerhalb von Wohnsiedlungen zu Blitzeinschlägen und Bränden auf freier Fläche.

Gewitter: Fast 300.000 Blitze bis Donnerstag 22:00 Uhr.
Fast 300.000 Blitze bis Donnerstag 22:00 Uhr.

Die Lage beruhigte sicht im Laufe der Nacht

Nordrhein-Westfalen wurde bereits am späteren Nachmittag von Unwettern heimgesucht. Wegen heftiger Regenfälle war ein Musikfestival im Ruhrgebiet unterbrochen worden, konnte aber kurz darauf fortgesetzt werden. Die Lage beruhigte sich im Laufe der Nacht. Kurz nach Mitternacht gab es für den Süden Deutschlands Entwarnung.