Starkregen, Hagel, Sturmböen

Kaltfront auf Südkurs - hier wird es jetzt brenzlig

von Björn Alexander und Carlo Pfaff

Tief IMKE schickt uns eine Kaltfront und beendet somit die teilweise extreme Hitze. Dabei drohen weiterhin Unwetter durch heftige Gewitter, Starkregen, Hagel und Sturmböen.

Oben im Video: So läuft der Wetterwechsel – Wetter und Wolkenfilm

Die Ausgangslage: Kaltfront nimmt die Hitze ins Visier

Tief IMKE liegt mit dem Zentrum zwar über Skandinavien. Doch von hier reicht die dazugehörige Kaltfront bis zu uns nach Deutschland. Gleichzeitig hat sich laut unserem Meteorologen Carlo Pfaff noch ein weiteres, kleines Tief an der Front gebildet. Eine Lage mit erhöhtem Unwetterpotenzial. Denn vor dem Eintreffen der Gewitter wird es im Süden Deutschlands jetzt nochmals brütend heiß.

Große Schwüle, große Unterschiede

Nachdem die Luft über Deutschland in Teilen der Hitzewelle noch eher trocken-heiß war, sieht es inzwischen anders aus - und es fühlt sich anders an, wie Pfaff erklärt: „Die Luftfeuchtigkeit ist schrittweise größer geworden. Die sogenannten Taupunkte liegen mit den aufziehenden Gewittern gerne mal bei um die 20 Grad.” Die Temperaturen sprechen dabei ebenso für eine Unwetterlage: bei den Nordlichtern werden es laut Pfaff am Freitag kaum noch 20 Grad, während im Süden und Südosten verbreitet 30 bis 35 Grad möglich sind.

Unwetter breiten sich aus

Gewitterrisiko am Freitag, 5. August in Deutschland
Verbreitet sind Blitz und Donner drin

Der Wetterexperte zu den Aussichten: „Am Freitagnachmittag und Abend geht auch im Süden und Osten die Hitzewelle zu Ende. Dabei drohen teils heftige Gewitter mit starkem Regen, Hagel und Sturmböen. Am Abend und in der Nacht verlagert sich das Epizentrum der Unwetter weiter in Richtung Alpenrand. Und zum Start ins Wochenende ist es an und in den Alpen dann teilweise noch gewittrig.” Auf jeden Fall ist aber damit die große Hitze erst einmal vorbei, denn am Samstag ist bei 18 bis 28 Grad Durchlüften und Durchatmen angesagt. Mehr zu den Aussichten am Wochenende in den Wetterkarten- und -prognosen.

Größere Niederschlagsmengen - ungenaue Modellprognosen

Auch derzeit sieht Pfaff bei den verschiedenen Wettermodellen noch große Unterschiede bei der Verteilung und der Größenordnung der Niederschlagsmengen. Punktuell seien aber „Regenmengen von 20 bis 40 Liter pro Quadratmeter möglich”.

Auf den zum Teil extrem trockenen Böden besteht damit Überflutungsgefahr, denn sie sind „durch die Dauerdürre wie versiegelt”. Gleichzeitig ist der Regen aber für viele Regionen auch ein Segen. Denn in Anbetracht der regenarmen Aussichten in den folgenden Tagen ist jeder Tropfen wichtig.

Wetter im Blick: Regenradar und Unwetter aktuell

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(bal, apf)