Blitz, Donner und drei außer Kontrolle geratene Flüsse

Katastrophe mit Ansage: Extremwetter mit Starkregen hinterlässt Tod und Zerstörung

In Mittelitalien und an der Adria ist innerhalb weniger Stunden so viel Regen gefallen wie sonst in einem halben Jahr. Sturzfluten und Schlammlawinen haben sich ihren Weg durch die Ortschaften gebahnt und große Schäden angerichtet. Zehn Menschen starben. Die Suche noch drei Vermissten läuft.

Italien nach den Überschwemmungen: Suche nach drei Vermissten läuft

Aufgrund von extremem Platzregen waren in den Gebieten nahe der Adriaküste Flüsse über die Ufer getreten, Wasser- und Schlammmassen hatten sich teils meterhoch durch die Dörfer geschoben. Am Tag danach ist das Wasser größtenteils weg, der Schlamm aber bleibt, und mit ihm die Zerstörung, die die Flut in mehreren Orten an der Adria-Küste hinterlassen hat. Und die Suche nach drei Vermissten – ein Mann, eine Frau und ein acht Jahre alter Junge – wird fortgesetzt. Der Junge war seiner Mutter bei dem Unwetter am Donnerstagabend aus den Armen gerissen worden, als sie gerade aus ihrem Auto ausstiegen.

„Da war diese übermenschliche Kraft“, sagte die Frau der Zeitung La Repubblica. Ihr Sohn habe sich an einem Baumstamm festgehalten. „Er wollte sich über Wasser halten. Ein paar Sekunden, dann verschwand er in der Dunkelheit.“

Nach den Unwettern: Feuerwehr im Dauereinsatz

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Extremhitze im Sommer fördert Unwetter im Herbst

In der Nacht regnete es besonders in Slowenien heftig. In der Hauptstadt Ljubljana kamen innerhalb von 48 Stunden 252 Liter pro Quadratmeter runter, in Katarina 310 Liter. Am Samstag besteht an der Adria weiterhin großes Unwetterpotenzial. Von Dalmatien bis Albanien und dort vor allem im Bergland erwartet wetter.de-Meteorologe Carlo Pfaff kräftige Gewitter, Hagel und Sturmböen. Am Sonntag soll sich die Lage beruhigen.

Das katastrophale Unwetter kam nicht unerwartet.Das heiße Frühjahr und der extrem heiße Sommer im Mittelmeerraum haben die Voraussetzungen für einen unwetterträchtigen Herbst gesetzt. So wird der Starkregen vom Freitag nicht das letzte Extremwetterereignis in der Region gewesen sein.

Nach Italien ist Kroatien dran: Sturzfluten und Überschwemmungen

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(dpa, ctr)