Bis zu 400 Liter je Quadratmeter

Extremwetter Südeuropa - sintflutartige Regenfälle und Tornado-Gefahr

von Karim Belbachir und Carlo Pfaff

Von einem Extrem in das nächste: Vor nicht allzu langer Zeit gab es im Süden Europas noch große Hitze und Trockenheit. In den kommenden Tagen ist das Gegenteil der Fall. Denn es wird ungemütlich und neben Starkregen und Hagel sind ebenso Sturmböen möglich. Selbst Tornados sind nicht ausgeschlossen.

Erste Unwetter-Schwerpunkte in beliebten Urlaubsregionen

Tornado
Selbst Tornados sind in Südeuropa bei den Unwettern nicht ausgeschlossen.

Los geht es mit Unwettern, die von den Balearen über Südfrankreich und Norditalien ziehen. „Dabei sind am Mittwoch stellenweise heftige Gewitter zu erwarten. Vor allen Dingen Regionen in Südfrankreich bis in den Norden Italiens sind davon betroffen“, erklärt wetter.de-Meteorologe Carlo Pfaff. Starker Regen, großer Hagel und Sturmböen lassen aufhorchen. Das Gewittertief lässt auch das Tornadorisiko ansteigen. Wer auf Mallorca gerade noch Urlaub macht, könnte bei kräftigen Gewittern recht nass werden. Auch hier lassen Starkregen, Hagel und Sturmböen die Gewitter zu Unwettern auswachsen.

Sintflutartige Regenfälle

Gewitterrisiko im Süden Europas am Mittwoch, 14. September
Es kracht und blitzt gewaltig im Süden Europas in den kommenden Tagen.

Am Donnerstag schiebt das Gewittertief die Unwetter weiter in den Osten Richtung Italien und nördliche Adriaküste. Dann sind speziell über Mittelitalien und Slowenien/Kroatien Unwetter zu erwarten. Die Niederschläge könnten zu sintflutartigen Regenfällen heranwachsen. „Über dem Wasser sind auch am Donnerstag Tornados beziehungsweise Wasserhosen weiterhin nicht auszuschließen“, warnt Pfaff.

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Knapp die Jahressumme an Regen Magdeburgs

Niederschlag am Donnerstag, 15. September
Sintflutartige Regenfälle erwartet einige Länder an der Adriaküste.

Freitag und Samstag geht es vor allem in der nördlichen Adria mit kräftigen Unwettern weiter. In kurzer Zeit fallen unfassbar große Regenmengen. Über drei Tagen hinweg können da schon 300 bis 400 Liter Regen auf den Quadratmeter fallen. Das gilt insbesondere für das Grenzgebiet Slowenien und Kroatien. Der Meteorologe fährt fort: „Auch in Albanien sind ähnliche Mengen im Bergland zu möglich.“ Diese enormen Mengen von bis zu 400 Liter reichen fast an die Jahressumme von Magdeburg (460 Liter pro Quadratmeter) heran. „Sonntag beruhigt es sich wieder und es wird an der Adria rasch wieder trocken“, prognostiziert Pfaff.

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(kfb, apf)