Mehrere Unwetterzentren

Herbststürme nehmen an Fahrt auf - Gewitter treffen Balearen und Spanien

von Björn Alexander und Martin Pscherer

Während sich in Deutschland der Goldene Oktober immer besser eingroovt, sieht es in anderen Teilen Europas anders aus. Es kracht und stürmt - zum Teil auch ziemlich heftig.

Oben im Video: So drehen die Tiefs und Stürme jetzt ihre Runden

Die Ausgangslage: Rund ums Hoch rumpelt es

Zunächst dominiert bei uns Hoch TIMEO. Ab Donnerstag und zum Freitag übernimmt dann Hoch ULRICH über Mitteleuropa das Wetterzepter. Das ist gut für uns, aber schlecht für die Regionen drum herum.
„Über Nord- und Westeuropa dominieren derzeit die Sturmtiefs, über Südeuropa können sich ein paar Unwetterherde ausbilden”, erläutert wetter.de-Meteorologe Martin Pscherer.

Sturm- und Orkangefahr im Westen und Norden

Sturmkarte - über West- und Nordeuropa ist die Lage ruppig
Der Atlantik ist auf Krawall gebürstet

Sie heißen YAEL und ZYDRUNE und sind die Tiefs, die das Wettergeschehen rund um den Nordatlantik im Griff haben. Im Norden der Britischen Inseln, auf Island oder in Norwegen sowie generell über dem Atlantik sieht Pscherer „Sturm- bis hin zu Orkanböen”.
Eine ungemütliche bis brisante Lage. Zumal sich zur schweren und aufgepeitschten See auch noch reichlich Regen am Skandinavischen Gebirge hinzu gesellt. Richtung Nordnorwegen und Nordschweden gibt es eine satte Ladung Schnee von 50 Zentimeter und mehr.

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Gewitterluft über Mallorca und Teilen Spaniens

Prognose und Vorhersage Gewitter und Unwetter über Südeuropa
Im Süden Europas bilden sich einige Gewitterzentren aus

Unwetter treffen ebenfalls einige Ferienregionen im Süden Europas. „Aktuell ist es beispielsweise der Norden Afrikas”, weiß unser Wetterexperte. Ab Donnerstag komme aber zum Beispiel auch Spanien im Bereich der Ostküste sowie die Balearen mit dazu. Pscherer prognostiziert „schwere Gewitter und kräftige Regengüsse”.

Krasse Regensummen denkbar

Die Regensummen im Bereich Barcelona über Valencia bis nach Murcia sowie Richtung Balearen werden von den verschiedenen Wettermodellen zwar noch unterschiedlich bewertet. Dass aber bis einschließlich Sonntag auch an die 300 Liter pro Quadratmeter berechnet werden, zeigt das Potenzial der Gewitter. In dieser Größenordnung sind dann ebenfalls Erdrutsche und Überschwemmungen zu erwarten – ausgerechnet in der frühherbstlichen Urlaubszeit.

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(bal, mps)