Starkregen, Hagel, Sturm, meterhohe Wellen

Unwetter-Serie in West- und Südwesteuropa geht weiter

von Björn Alexander und Martin Pscherer

Sturmtief GEORGINA sorgt nach wie vor für eine teilweise sehr intensive bis gefährliche Wetterlage. Ausläufer des Tiefs treffen auch Deutschland – deutlich heftiger ist es allerdings anderswo.

Die Ausgangslage: Massiver Tiefdruckkomplex mit heftigen Herbstgewittern

Gewittervorhersage für Freitag, 21. Oktober 2022
Die Gewitter- und Unwettergefahr bleibt erhöht

„Das Sturmtief GEORGINA liegt über dem Westen Europas und hat sich inzwischen zu einem massiven Tiefdruckkomplex ausgeweitet”, erläutert wetter.de Meteorologe Martin Pscherer. Unter anderem im Frankreich seien damit bereits außergewöhnlich intensive Herbstgewitter mit Hagel aufgetreten. Aber auch über den Britischen Inseln sowie auf der Iberischen Halbinsel ist die Wetterlage zum Teil brisant, während wir das Tief glücklicherweise nur in abgeschwächter Form zu spüren bekommen. In anderen Ländern wird GEORGINA übrigens ARMAND genannt.

So entwickelt sich die Lage weiter

Für Pscherer ist vorerst keine Entwarnung gegeben: „Weiterhin berechnen die Wettercomputer über West- und Südwesteuropa mitunter heftige Gewitter und intensiven Starkregen. So sind übers Wochenende in den am schlimmsten betroffenen Regionen Regenmengen von über 200 Liter pro Quadratmeter denkbar. Sturmböen und Hagel inklusive!” Zumal auch das nächste Tief nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt.

Wetterkarten im Blick – Deutschland, Europa und weltweit

HELGARD ist schon auf dem Weg

Windvorhersage für Samstag, 22. Oktober 2022
Nach dem Sturm ist vor dem Sturm - HELGARD naht

Schon am Samstag kommt vom Atlantik her ein weiteres Sturmtief heran. HELGARD wird zunächst den Norden Spaniens und Portugals sowie den Südwesten Frankreichs treffen. Es drohen erneut Starkregen und Sturm- bis hin zu Orkanböen. Letztere sieht der Meteorologe „vor allem im Bergland mit Böen jenseits von 130 km/h”.
Und auch zuvor donnert es auf den Gipfeln der Alpen mit Orkanstärke. Ausflügler und Bergwanderer sollten also das Wettergeschehen nach wie vor im Auge behalten.

Meterhohe Wellen an den Küsten

Neben den Gefahren an Land zeigt sich das Meer ebenfalls sehr aufgewühlt. An den Küsten von Portugal, Spanien oder Frankreich donnern meterhohe Wellenberge heran. Im Hauptsturmfeld von HELGARD erwartet der Wetterexperte an der Nordwestspitze der Iberischen Halbinsel erneut Wellen von 7 bis 8 Meter Höhe. Erst zum Montag werde sich die Situation deutlich entspannen.

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(bal, mps)