Entwicklung ist besorgniserregend

Wetterwechsel mit Überflutungsgefahr - bis 100 Liter Regen pro Quadratmeter!

von Karim Belbachir und Paul Heger

Während die enorme Hitze den Osten Deutschlands erreicht rückt im Westen Tief CAROLIN nach und bremst die Temperaturen drastisch ein. Das ist auch gut so - wenn da nicht die mitunter drastisch ansteigende Unwettergefahr wäre.

Wie läuft der Wetterwechsel ab?

Wetter.de-Meteorologe Paul Heger beschreibt die Entwicklung: „Tief CAROLIN nähert sich direkt mit mehreren Frontensytemen vom Atlantik und bringt schubweise kühlere und feuchtere Luft zu uns. Das beendet zwar die extreme Hitze, sorgt aber gleichzeitig auch für teilweise heftige Gewitter. Zuerst einmal gelte das vor allem für den Westen und den Südwesten.

Starkregen, Hagel, Sturmböen - diese Gefahren drohen

Gewitterrisiko am Donnerstag, 21. Juli in Deutschland
Im Nordwesten sowie im Südosten und Osten ist die Chance auf Gewitter am größten.

Zuerst einmal vor allem in den Westen und Südwesten, wo stellenweise ein hohes Unwetterpotenzial vorherrscht. Den Fahrplan erläutert Heger so: „In der Nacht ist im Westen Gewittertief CAROLIN mit teils großen Regenmengen und Unwettern unterwegs. Einzelne Gewitter sind ebenfalls an den Alpen drin, während es im Osten trocken, aber tropisch warm bleibt.” Bei den Unwettern seien auch Hagel und Starkregen nicht auszuschließen.

Donnerstag kracht’s im Westen weiter

Niederschlag in Deutschland am Donnerstag, 21. Juli
Der Schwerpunkt der Niederschläge liegt am Donnerstag im Nordwesten und im Süden.

„Am Donnerstag dreht das Gewittertief über dem Nordwesten seine Kreise”, vertieft der Wetterexperte. Die Wettermodelle berechnen „im Kerngebiet im Bereich NRW bis ins westliche Niedersachsen 50 bis teils 100 Liter pro Quadratmeter”. Realistisch sind für Heger zwar eher lokale Spitzen um die 70 Liter. Das sei aber so oder so „besorgniserregend”. Denn der Regen fällt zum Teil binnen kurzer Zeit und auf teilweise ausgetrocknete Böden.

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Überflutungen sind möglich

Trockene Böden könnten zwar den Eindruck vermitteln, dass sie Wassermassen aufsaugen wie ein Schwamm. Das genaue Gegenteil ist aber der Fall. Denn die trockene Oberfläche macht – gerade bei viel Wasser in kurzer Zeit – rasch dicht und somit fließt der Regen oberirdisch ab und kann zu Überflutungen führen. Gleichzeitig bringt der Regen aber natürlich auch eine Milderung der Trockenheit und eine Verringerung der Waldbrandgefahr.

Lese-Tipp: Und so geht’s anschließend weiter.

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(kfb/phe)