Ist das jetzt der Abschied vom Sommer?
Unwettergefahr! Krawallige Tiefs ändern die Wetterlage massiv
von Claudia Träger und Martin Pscherer
Nachdem sich der Spätsommer nach den letzten Gewittern mit Starkregen und Hagel schnell wieder mit Sonne und Wärme bis Hitze zurückgemeldet hat, könnte es nun den endgültigen Abschied vom Sommer-Feeling bedeuten. Auch jetzt drohen wieder Unwetter mit vollgelaufenen Kellern, umstürzenden Bäumen und Straßen voller Hagel. Und dann kommt auch noch Sturm auf.
Tiefdruckkomplex löst Schönwetter-Hoch ab

Während sich die meisten in Deutschland noch unter dem blauen Himmel von Hoch Quiteria sonnen und südliche Wärme genießen, braut sich auf dem Atlantik der Wetter-Umsturz zusammen. Tief Jan über den Britischen Inseln vereinigt sich mit einem Tief über Island zu einem mächtigen Tiefdruckkomplex. Sogar ein Ex-Hurrikan mischt später noch mit.
In der Nacht zu Montag löst diese Kombination zunächst im Westen Gewitter aus, die das Potenzial für Unwetter-Erscheinungen wie Hagel, Sturmböen und Starkregen haben. Auch wenn ihre Energie nicht mehr so groß ist wie zu Beginn der Woche, als eine längere und stärkere Hitze vorausgegangen war, sind die üblichen gefährlichen Nebenwirkungen möglich. Besonders Starkregen könnte wieder einmal zum Problem werden und Keller und Straßen unter Wasser setzen.
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Unwettergefahr in Deutschland: Im Westen geht's los

Bis zum Montagmorgen wird sich die Unwettergefahr voraussichtlich ungefähr von der Nordsee bis zum Schwarzwald erstrecken. Später dehnt sie sich bis zur Mitte Deutschlands aus. Im Südosten und Osten bleibt es noch länger schön und die Temperaturen drehen nochmal bis nahe 30 Grad auf. Als letztes kommen die Gewitter dann auch hier an und vor allem im Süden steigt das Unwetterrisiko noch einmal an. Von Nordwesten her wird es auch nochmal unruhig und gewittrige Schauer kommen nach.
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Herbststurm im Miniformat rüttelt durch Deutschland

Ab Dienstag herrscht dann vorerst Herbst in Deutschland. Vor allem im Nordwesten gibt es typisches Herbstwetter mit vielen Wolken, teils gewittrigen Schauern und kräftigem bis stürmischen Wind. Zwischen dem Tiefdruckkomplex im Norden und Hochdruck von der Iberischen Halbinsel bis zum Mittelmeer baut sich nämlich ein rechtes Druckgefälle auf und der Westwind bläst entsprechend stramm über Deutschland hinweg. Verbreitet erreichen die Temperaturen nur noch 17 bis 24 Grad.
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Wie lange bleibt der stürmische Herbst?
Im Süden von Deutschland fällt dieser Mini-Herbststurm am harmlosesten aus und dort kehrt aller Voraussicht nach die Sonne und ruhigeres Wetter am schnellsten wieder zurück – der Nähe zum Hoch über Südeuropa sei Dank. Windstärken bis 8, also Windgesschwindigkeiten bis knapp 75 km/h, bedeuten ohnehin keine ausgewachsene Sturmlage. Aber nach der langen Zeit der Flaute dürfte sich das alles doch recht stürmisch anfühlen und auf alle Fälle nach Herbst riechen.
Außerdem gibt es – wie immer beim Wetter – noch ein paar Unsicherheitsfaktoren, beispielsweise bezüglich der Zugbahn von Hurrikan Margot, der momentan noch über dem Atlantik unterwegs ist. Auch der ehemalige Hurrikan Lee mischt ab Mittwoch mit in unser Wetterküche.
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(ctr, mps)