Christkind kann sich nicht entscheiden

Verrücktes Weihnachtswetter: Wetter an Weihnachten bringt Meteorologen richtig ins Schwitzen

Frost, Schnee, Sturm, Regen - das Wetter beschenkt uns reichlich

Kurz vor Weihnachten ist es bitter kalt geworden – genau richtig für unseren Traum auf eine Weiße Weihnacht. Aber wird der Wunsch auch in Erfüllung gehen? Die Meteorologen haben derzeit keine einfache Aufgabe – wirklich nicht. Sie kommen richtig ins Schwitzen, da die Wettermodelle kurz vor Weihnachten ziemlich verrückt spielen und das eine oder andere Wetter-Extrem ausspucken. Wir versuchen mal Licht in die Unsicherheiten zu bringen und sagen, wo es Schnee, Frost, Regen und Sonne am ehesten geben wird.

Wo sieht es denn wirklich noch nach viel Schnee aus?

Die großen Schneemengen von 30, 40 oder 50 Zentimeter scheinen vom Tisch zu sein. Das Außergewöhnliche an Schnee zu Heiligabend im Jahr 2021 ist aber, dass der Norden und Nordosten die größten Chancen haben, weiße Weihnachten zu feiern. Denn im Westen, Südwesten und Süden gibt es Tauwetter bis auf 1.000 Meter.

Dazu unser Meteorologe Carlo Pfaff: „Es ist sehr ungewöhnlich, dass das Norddeutsche Flachland am ehesten die Chancen auf Schneefall an Weihnachten hat, während der Süden grün bleibt und nur in den Hochlagen noch genug „alten“ Schnee hat. Vor allem an den Feiertagen kann es im Norden und Osten eine weiße Überraschung geben. Selbst das nördliche Münsterland hat noch Chancen auf etwas Schnee. Nur die Gebiete direkt an den Küsten sind da ausgenommen.“

Wo bleibt es kalt und frostig an Weihnachten?

Da bleibt es weiterhin spannend – zumindest was den Norden angeht. Im Süden sind grüne und milde Weihnachtstage schon relativ sicher. Unser Meteorologe Carlo Pfaff sieht den Wetter-Fahrplan für die Weihnachtstage so: „Am Donnerstag bildet sich ein kleines Tief über den Britischen Inseln, das unter Verstärkung in der Nacht auf Heiligabend über Dänemark ostwärts zieht. Mit kräftig auffrischendem Südwestwind schiebt es die Polarluft dann wohl bis an die Küste zurück. Das Problem ist, dass die Grenzlinie, die die kalte Luft von der deutlich milderen Luft trennt, natürlich sehr von der Zugbahn des Tiefs abhängt. Und hierbei sind sich die Modelle eben nicht ganz einig. Zudem kommt es im Übergangsbereich dieser beiden Luftmassen zu teils kräftigen Niederschlägen, die in der kalten Luft bis ins Flachland als Schnee fallen können, in der milden Luft dagegen selbst in den Mittelgebirgen als Regen. Ausgerechnet an Heiligabend dürfte die kalte Luft vorübergehend mal bis auf die Ostsee zurückgedrängt werden, kommt dann aber am 1.Weihnachtsfeiertag wieder bis etwa an den Nordrand der Mittelgebirge zurück, bevor sie am 2. Weihnachtsfeiertag von einem neuen Tief wohl eher wieder etwas nach Norden verdrängt wird.“

Und somit könnte der Start in den 1. oder 2. Weihnachtsfeiertag im Norden wieder sehr frostig starten. Dazu unser Meteorologe Christian Häckl: „Das kann dort oben richtig eisig kalt werden. Die zurückkommende Polarluft könnte Tiefstwerte bis zu minus 10 Grad bringen.“

Wo kommt denn an Heiligabend und an den Feiertagen die Sonne raus?

Richtung Süden sieht es noch am besten mit dem Sonnenschein aus. Aber auch da wird nicht viel zusammenkommen. Immerhin ist es dort am mildesten. „In Garmisch-Partenkirchen gibt es immerhin etwas Sonne bei 8 Grad, in Freiburg viele Wolken und ein paar Tropfen bei 12 Grad.“, so Pfaff.

Auch über die Feiertage hinweg ist der Süden, also eher die Gebiete an den Alpen, bei den Sonnenstunden bevorzugt. Sonne pur gibt es aber auch hier nicht, aber so knapp 8 bis 10 Stunden können an den drei Tagen schon zusammenkommen. Dazu bleibt es hier recht mild und meist frostfrei.

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(oha)