0,1 Prozent der Weltwirtschaftsleistung genügen

Uno-Bericht: Mit 8,1 Billionen Dollar könnten wir die Welt retten

Allein schon der Gedanke an die Kinder zeigt,  wie wertvoll es ist in einer gesunden Natur zu leben.
Was die kleinen Spieler schon wissen, müssen die großen Player noch lernen. © Getty Images, skynesher

Ziemlich günstig, das Klima zu retten

Wir brauchen mehr Geld – wenn diese einfache Aussage alle aufrütteln würde und wir gerade mal 0,1 Prozent der Weltwirtschaftsleistung in unsere Natur investieren würden – könnten wir die Planetenkrise überwinden. Es könnte so einfach sein!

Die Vereinten Nationen fordern in neuem Klimabericht ein Investitionsprogramm in die Natur

Es sind genau 8,1 Billionen US-Dollar (ungefähr 6,7 Billionen Euro), die erforderlich sind, um unsere Natur zu retten. Das sind etwa 0,1 Prozent des globalen Bruttoinlandproduktes, also dem Wert aller Waren, Güter und Dienstleistungen der gesamten Welt. Sie müssten bis zum Jahr 2050 für Wiederaufforstung, regenerative Landwirtschaft und Wiederherstellung des Ozeans ausgegeben werden. Das steht in einem Bericht, den das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) gemeinsam mit dem Weltwirtschaftsforum und einer weltweiten Initiative für nachhaltige Landbewirtschaftung (ELD) veröffentlicht hat.

133 Milliarden US-Dollar - Das zahlen wir jetzt schon

Die derzeitigen Investitionen in naturbasierte Lösungen belaufen sich auf 133 Milliarden US-Dollar. Von diesen Investitionen stammt der größte Teil aus öffentlichen Quellen, der Rest sind private Geldgeber. Bis 2030 müssten die Gelder verdreifacht werden, bis 2050 gegenüber den derzeitigen Ausgaben vervierfacht.

536 Milliarden US-Dollar - Das bräuchten wir

Das Klima retten mit nur 0,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukt.
Die Welt müsste nur 0,1 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukt aufbringen, um den Planeten zu retten © Getty Images/iStockphoto, Dilok Klaisataporn

Der Wert des Bruttoinlandsproduktes der Welt betrug im Jahr 2019 mehr als 87 Billionen Dollar, im Jahr 2021 werden 94 Billionen erwartet, bis 2022 sogar 122 Billionen. Der für naturnahe Projekte geforderte Betrag liegt bei 8,1 Billionen Dollar. Das wären bis 2050 jährlichen Investitionen von 536 Mrd. US-Dollar, um gemeinsam die verbundenen Klima-, Biodiversitäts- und Bodenverschlechterungen erfolgreich zu bewältigen.

Es sind Peanuts, wenn wir offen darüber sprechen, wie wir den Planeten schützen und unsere eigene Zukunft sichern können.“, so die Direktorin des Uno-Umweltprogramms Inger Andersen.

Wer soll bezahlen?

Die Autoren des Berichts fordern Regierungen, Finanzinstitute und Unternehmen auf, das Geld aufzubringen und die Investitionslücke zu füllen, indem sie die Natur in den Mittelpunkt ihrer wirtschaftlichen Entscheidungen stellen. Die nötigen Projekte, die sich um unsere Wälder, die Moore und Ozeane bemühen, seien dabei auch gut für die Bilanzen. Denn durch die Klimakrise hervorgerufene Extremwetterereignisse, wie Überschwemmungen, Fluten, Dürren oder Stürme können hohe Kosten verursachen. Genauso, wie ein schlechter Ruf. (avo)

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