Dramatische Regenmengen und weitere Überschwemmungen in Europa!

Alarmbereitschaft in betroffenen Gebieten

Das Unwetterpotenzial am westlichen und am zentralen Mittelmeer ist in den nächsten Tagen weiterhin groß bis sehr groß. Denn während sich bei uns in Deutschland ein Hoch von Osten her bemerkbar macht und damit in Mitteleuropa für ruhiges Herbstwetter sorgt, bleibt der Süden Europas in dem Einflussbereich der Tiefdruckgebiete. Die sorgen dort leider weiterhin für zum Teil heftige Regengüsse und Gewitter. Und auch der Alpenraum bekommt in den nächsten Tagen von Süden her leider immer wieder Regen. Die Lage bleibt auf der Alpensüdseite daher weiterhin angespannt.

Hier geht es zu den Regenkarten der betroffenen Gebiete und dem Regeradar für Europa:

Schweiz 

Italien 

Österreich

Frankreich

Regenradar Europa

Selten zuvor war es so schlimm

Zu Wochenbeginn lag ein mächtiger Tiefdruckkern ziemlich genau über dem norditalienischen Genua und löste auf der gesamten Alpensüdseite großräumig ergiebigen und anhaltenden Starkregen aus. Die größten Regenmengen in den letzten vier Tagen fielen im Tessin mit verbreitet 150 bis 250, stellenweise sogar bis zu 450 Liter Regen pro Quadratmeter. (Zum Vergleich: in Berlin fallen 590 Liter im ganzen Jahr.)

Doch auch die anderen Regionen entlang des Alpenhauptkammes wurden schwer getroffen. Das galt im Prinzip von den Meeralpen Frankreichs über die Südschweiz und den Süden Österreichs, den Norden Italiens bis herüber nach Slowenien. Erdrutsche, Murenabgänge und lokale Überschwemmungen sorgten für teils katastrophale Zustände. Ganze Täler waren nicht mehr erreichbar, Flüsse uferten aus. Selten zuvor war es so schlimm. Das galt ebenfalls in Venedig, wo die anhaltende starke Südströmung das Wasser derartig heftig in die Stadt gespült hat wie seit über 10 Jahre nicht mehr. Große Teile der Stadt wurden überflutet. Das Wasser am Markusplatz stand zwischenzeitlich 1,57 Meter hoch.