Typisch April: Von Dauerfrost bis Badewetter

Das alles hat der April zu bieten.

Typisch April: Vom Winter in den Vollfrühling binnen weniger Tage. Nach regionalem Schnee und Frost an Ostern folgen nun Sonne und Wärme. Der Monat April hat Deutschland schon die extremsten Wetterlagen präsentiert.

Winter im April - wahrlich keine Seltenheit

Schauen wir nun einmal in die Statistiken des Aprilwetters: An 40 Prozent der Wetter-Stationen kletterte bis Mitte April das Thermometer nicht über Null. Nachtfrost ist sowieso im April noch etwas selbstverständliches. In der Lüneburger Heide gab es Mitte April schon zweistellige Minuswerte. Am kältesten war es bislang in Cottbus mit -14,2 Grad am 5. April 1929. Orte, an denen es im April nicht irgendwann schon einmal eine Schneedecke gab, finden sich kaum. Und wer kennt es nicht - solche weißen Überraschungen kann es noch bis Ende April geben.

Und wie zeigt sich der Sommer im April?

Ein fast vollständiger doppelter Regenbogen ist am Mittwoch (30.05.2012) bei Horgenzell (Kreis Ravensburg) zu sehen. Die kommenden Tage soll das Wetter in Oberschwaben wechselhaft werden, so Meteorologen. Foto: Tobias Kleinschmidt dpa/lsw  +++(c) dpa
Der Monat April hat in Sachen wetter von Regen bis Sonne viel zu bieten. Unter anderem die schönsten Regenbogen des Jahres. © dpa, Tobias Kleinschmidt

Abgesehen von dem mit kaltem Meer umströmten Helgoland, ein paar Orten an der Ostseeküste und den Berglagen hat es schon überall Sommertage mit Höchstwerten über 25 Grad gegeben. Heiße Sommertage mit über 30 Grad gab es auch schon an 40 Prozent der deutschen Wetterstationen. Spitzenreiter sind Bad Mergentheim und Kitzingen, die am 28.04.2012 32,9 Grad erreichten. Auch die vereinzelten Tropennächte mit Tiefstwerten über 20 Grad zeigen uns, dass im April schon Sommerwetter herrschen kann.

Regen als ständiger Begleiter des launischen Aprils

Die höchsten Niederschläge fielen im April mit 553 mm auf der Zugspitze. Im Durchschnitt fallen  im Süden und den Mittelgebirgslagen um 80 mm, in der Norddeutschen Tiefebene und im Osten um 50 mm regen. Den bislang trockensten April haben wir 2007 genossen, als 70 Prozent der Wetterstationen den geringsten Aprilniederschlag seit Messbeginn meldeten. Im letzten April blieb es gebietsweise sogar vollständig niederschlagfrei.

Das Sprichwort "Der April macht was er will" hat also durchaus seine Berechtigung.


Quelle wetter.de / dwd